Kein Wunder also, dass die Bayerischen Motoren Werke, die sich mit ihrer Efficient Dynamics-Offensive bereits seit längerem einer konsequenten Verbrauchs- und CO2-Reduzierung bei gleichbleibend hohen fahrdynamischen Ansprüchen verschrieben haben, diesbezüglich Handlungsbedarf erkannten.
Krumme Rechnung: 407 PS plus 91 PS plus 86 PS - macht zusammen 485 PS
Ihr auf das gute Gewissen der amerikanischen Kundschaft abzielendes Sports Activity Vehicle hört auf den klangvollen Namen Active Hybrid X6 und verbindet die Leistungsfähigkeit des bekannten, 407 PS starken 4,4-Liter-Achtzylinder-Twinturbo mit der ökologisch vermeintlich unbedenklichen Arbeitsweise zweier 91 und 86 PS erzeugender Elektromotoren.
Die maximal abrufbare Leistung des Gesamtsystems notiert mit 485 PS, das maximale Drehmoment mit 780 Nm. Dem stehen in Folge des gewichtigen Battery-Packs allerdings auch stolze 2.583 Kilo Gewicht gegenüber. Allein auf der Vorderachse lastet ein VW Scirocco R. Das von dem gegen Aufpreis 20-Zoll-bereiften Allradler vor diesem Hintergrund auf der Rennstrecke keine Wunderdinge zu erwarten sind, liegt auf der Hand.
Am Ende stehen 16,1 Liter Durchschnittsverbrauch zur Diskussion
Ergo geht der beleibte Bajuware die Zeitenhatz in Hockenheim denkbar verhalten an. Zudem kommt das fein austarierte Zusammenspiel der verschiedenen Antriebskonzepte auf diesem Terrain kaum zum Tragen. Genau dies macht aber die Faszination dieses Autos aus: Die Manier und Verschliffenheit, mit der die zentrale Leistungselektronik alle Funktionen des Hybridsystems einschließlich der Momentenverteilung zwischen dem Verbrennungs- und den Elektromotoren sowie die Gangwahl steuert, nötigt Technik-affinen Menschen im Alltag nämlich höchsten Respekt ab.
Allein - im Portemonnaie findet die vom Werk genannte Spritersparnis von rund 20 Prozent kaum Niederschlag. Mit 16,1 Liter Durchschnittsverbrauch auf 100 Testkilometern geht der BMW Active Hybrid X6 nicht wirklich als Verbrauchswunder durch.







