Bentley übt sich - ganz zeitgemäß - beim Continental GTC Speed in Bescheidenheit. Die neue Variante offenbart sich mit der 15 Millimeter tiefer gelegten Karosserie, dem dunklen Kühlergrill und der kleinen Spoilerlippe nur Kennern der Marke.
Mehrleistung von 50 PS
Selbst die Mehrleistung gegenüber der Basis scheint marginal, denn der Pressetext spricht von nur "neun Prozent". Das Ausgangsniveau liegt jedoch mit 560 PS derart hoch, dass neun Prozent stolzen 50 Extra-Pferden entsprechen.
Offener Zweisitzer mit 4,8 Meter Länge
So tritt der GTC Speed alles andere als bescheiden auf: Stattliche 4,80 Meter lang, knapp 2,2 Meter breit - und 610 PS stark. Als Mitgift stehen 750 Newtonmeter bei 1.700 Umdrehungen bereit.
Nachdem der Startknopf geradezu um einen Fingerdruck bettelte, registriert der Pilot nun erfreut, dass der Bentley seine motorische Potenz der Umwelt mitteilen darf - was vor allem bei geöffnetem Verdeck einem großartigen Hitchcock-Hörspiel mit mächtigen Gewittern gleichkommt.
4,8 Sekunden für den Sprint auf 100 km/h
Wirft dann auch der Fahrer alle Bescheidenheit über Bord und versetzt dem Bentley einen kräftigen Tritt mit dem rechten Fuß, macht der Viersitzer seinem Namenszusatz alle Ehre. Trotz der 2,5 Tonnen Leergewicht stürmt der GTC Speed böse grummelnd los, um vor der ersten Spitzkehre nur unter forschem Einsatz der bissigen Karbon-Keramik-Bremse eine flüssige Linie zu finden.
Höchstgeschwindigkeit von 322 km/h
Enge Passstraßen bereiten mit dem schweren und großen Wagen viel Mühe und wenig Spaß. Auf weitläufigeren Land- und Küstenstraßen verhilft das gestraffte und elektronisch regelbare Fahrwerk der unbescheidenen Continental-Masse schon eher zu einer respektablen Querdynamik.







