Nissan 370 Z Coupé im Fahrbericht: Japanisches Sportmodell der sechsten Generation

Nissan 370 Z Coupé

Mit dem Nissan 370 Z arbeiten die Japaner gegen den Trend. Nicht, dass der Newcomer der sechsten Generation etwa den Pfad der Z-Tugenden verlassen hätte. Der grundlegenden Idee des durch ein "athletisches Design gekennzeichneten authentischen Sportwagens" sind die Japaner treu geblieben.

Warum sollte sich auch etwas ändern. Schließlich haben sich seit 1969 weltweit 1,7 Millionen Menschen für eines der mit dem letzten Buchstaben des Alphabets gekennzeichneten Nissan-Sportmodelle begeistern können. Auch Hinterradantrieb, Sechszylindermotor und ein bodenständig gebliebener Einstiegspreis sind beim 370 Z nach wie vor Bestandteil des zweisitzigen Gesamtpakets.

Große Veränderungen unter der Karosserie

Ungewöhnlich ist jedoch, dass sowohl der Radstand um 100 Millimeter verkürzt als auch das Fahrzeuggewicht gesenkt worden sind. 32 Kilogramm wurden durch den Einsatz leichten Aluminiums an Türen, Motorhaube und Heckklappe eingespart. Dies und die mittels eines von 3,5 auf 3,7 Liter vergrößerten Hubraums erzielte Leistungssteigerung auf nunmehr 331 Pferdestärken bescheren dem prägnant gezeichneten und mit 38.690 Euro moderat gepreisten Japaner ein Leistungsgewicht von 4,6 Kilogramm pro PS.
 
Das kann sich sehen lassen. Gleiches gilt für die mit pfiffigen Details wie den Z-förmigen Rückleuchten versehene Karosserie und den hinsichtlich Styling und Materialanmutung deutlich aufgewerteten Innenraum. An Sportwagen vergangener Zeiten erinnernde, dem Fahrer zugewandte Rundinstrumente auf dem Armaturenträger und selektiv verteilte Aluminiumeinlagen vermitteln sportliches Flair.

Einzig der einem aufgeklappten Laptop nicht unähnliche Multifunktionsbildschirm mutet im ansonsten durchaus aufs Wesentliche konzentrierten Cockpit eingangs gewöhnungsbedürftig an. Auf Anhieb überzeugend kommt hingegen die von Nissan Synchro Rec Control getaufte automatische Zwischengasfunktion des manuellen Sechsganggetriebes herüber. Das auf Knopfdruck aktivierbare, in der 2.500 Euro Aufpreis kostenden Ausstattungsvariante 370 Z Pack enthaltene System passt die Drehzahl beim Herunterschalten automatisch an, sodass nie zu viel Motorschleppmoment auf der Hinterachse lastet.

Die traditionelle Hacke-Spitze-Technik hat ausgedient 

Die traditionelle Hacke-Spitze-Technik hat damit ausgedient, ohne dass auf markige Zwischengasstöße verzichtet werden müsste. Wer gar nicht mehr Hand anlegen möchte, kann die Schaltarbeit beim 370 Z auf Wunsch auch einem in Europa erstmals angebotenen Siebengang-Automaten überlassen, der gleichfalls über eine in diesem Fall auf den Namen Downshift Rev Matching (DRM) hörende automatische Drehzahlanpassung verfügt. Dem sportlichkernigen Charakter des 4,25 Meter langen Japaners steht das manuelle Getriebe jedoch deutlich besser zu Gesicht.

Insgesamt ist der Newcomer seinem Vorgänger namens 350 Z nämlich ähnlicher, als man vermuten mag. Der kurze Schaltstock knurpselt immer noch wenig geschmeidig durch die H-förmig angeordneten Gassen, der von einer matt schwarzen Domstrebe überspannte 3,7-Liter-Front-/Mittelmotor-V6 läuft erst jenseits 3.500 Touren zur Höchstform auf. 18 Zoll große Leichtmetallfelgen gehören zur Serienausstattung, auf Wunsch lassen 19-Zoll-Rays-Räder das Nissan Coupé noch stämmiger auftreten. Ab Juli werden erste Exemplare des neuen Japan-Sportlers auf hiesigen Straßen zu sehen sein.

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