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sport auto-Zeitschrift 09-2010

Porsche 911 Turbo Coupé: Bärenstarker Porsche Turbo mit 500 PS

35 Jahre sind vergangen, seit Porsche den ersten Elfer mit Turbomotor präsentierte. Dabei mutet die Leistungsangabe aus heutiger Sicht fast schon untertrieben an: 260 PS. Heute leister der 997 mit zwei Abgasturboladern 500 PS.


Bilder
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Foto: Achim Hartmann

Der neue Porsche 911 Turbo überzeugt auch durch seinen Klang.

Der neue Porsche 911 Turbo überzeugt auch durch seinen Klang.

Heute pressen gleich zwei Abgasturbolader mit variabler Turbinengeometrie dem Sechszylinder-Boxer die für eine effektive Verbrennung des direkt eingespritzten Kraftstoffs erforderliche Atemluft in die nunmehr 3,8 Liter Volumen fassenden Lungen des Porsche 911 Turbo Coupé.

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Neue Ladeluftkühler mit effizienterem Wirkungsgrad erlauben ein Absenken des Ladedrucks von 1,0 auf 0,8 respektive 1,2 auf 1,0 bar im Overboost-Bereich. Letztgenannten können sich diejenigen erschließen, die gegen Aufpreis das Sport Chrono Paket Turbo ordern. Nur dann fällt auch das normalerweise mit 650 Newtonmeter bezifferte Drehmoment um 50 Nm höher aus.

Die Sport Plus-Taste liefert zusätzliche Kraft

Bereit gestellt werden die zusätzlichen Bären-Kräfte durch Druck auf die in der Mittelkonsole befindliche Sport Plus-Taste. Besonders stolz sind die Porsche-Ingenieure auf ihre neu entwickelte Expansionsansauganlage, die sich mittels kurzer Saug- und verhältnismäßig langer Verteilerrohre physikalische Gesetze zunutze macht. Die sich aufgrund größerer Querschnitte ausdehnende und in der Folge abkühlende Ansaugluft bedingt niedrige Verbrennungstemperaturen, verbessert den Wirkungsgrad des Motors und generiert so eine höhere Motorleistung.

Dass der Neue in allen Lebenslagen mehr im Strumpf hat als der Alte, ist allzeit spürbar: Ob im Coupé oder Cabriolet, mit oder ohne Overboost - der aufgeladene Elfer geht wie die Sau. Dass die vom Werk angegebenen Sprinterqualitäten mit 3,6 Sekunden von null auf 100 km/h respektive deren 3,4 mit Sport Chrono Paket eher tief gestapelt sind, hat bereits der sport auto 0-300-0-Test in Papenburg bewiesen. Der im hohen Norden angetretene 2+2- Sitzer mit fest sitzender Kopfbedeckung und dem über sieben Fahrstufen verfügenden Doppelkupplungsgetriebe PDK spurtete in 3,1 Sekunden aus dem Stand auf Landstraßentempo. Die 200-km/h-Marke passierte der starke Elfer bei moderaten Außentemperaturen nach 10,8 Sekunden.

Der Porsche 911 Turbo hat Allradantrieb

Der variable Allradantrieb mit elektronisch gesteuerter Momentenverteilung garantiert, dass die bärigen Kräfte auch bei schlechten Witterungsbedingungen in Vortrieb umgesetzt werden. Bei Wahl des Sport Plus-Modus werden die Antriebskräfte grundsätzlich hecklastiger verteilt. Launige Drifts sind dann fester Bestandteil des aktuellen Turbo-Fahrprogramms. Was das Werk für den Newcomer sonst noch verspricht, sind deutlich niedrigere Verbrauchswerte. Die für den Drittelmix mit PDK-Getriebe genannten 11,4 Liter Super Plus sollen realitätsnah sein. Viel mehr als dies dürfte Sportwagen-Enthusiasten jedoch die einzigartige stimmliche Präsenz des starken Elfers begeistern: Sanft schnurren, wild fauchen und heiser Dampf ablassen - so facettenreich hat der Turbo noch nie aufgespielt.


Basisdaten
Marke Porsche
Modell 911Turbo
Baujahr 2009
Grundpreis 149.786 Euro
Motor 6 Zylinder Abgasturbolader (0.9 bar)
Ventile 4 pro Zylinder, dohc
Bohrung mal Hub 102,0 x 77,5 mm
Hubraum 3800 cm³
Verdichtung 9,8:1
Leistung 500 PS (368 kW) bei 6000 U/min
Drehmoment 650 Nm bei 1950 U/min
Literleistung 132 PS (97kW)/Liter Hubraum
Kraftübertragung Allradantrieb
Getriebe 7-Gang automatisch
Gangübersetzungen I. 3.91, II. 2.29, III. 1.58, IV. 1.18, V. 0.94, VI. 0.79, VII. 0.62
Achsübersetzung 3,44
 
Fahrwerk
Radaufhängung (vorn/hinten) Einzelradaufhängung / Einzelradaufhängung
Federung
(vorn/hinten)
mit McPherson-Federbeinen / mit Federbeinen
Stabilisatoren (vorn/hinten) ja / ja
Bremsdurchmesser (vorn/hinten) 350/350 mm
Reifen (vorn) 235/35 Z 19
Felgengröße (vorn) 8,5 J x 19
Reifen (hinten) 305/30 ZR 19
Felgengröße (hinten) 11 J x 19
Autor: Anja Wassertheurer
Wird der neue Porsche 911 Turbo schneller sein als der Nissan GT-R?


Byte Passenger Byte Passenger » 12.01.2010, 11:20 Uhr  #4

Endlich mal etwas Neues im Motorenkonzept. Die Leistungssteigerung empfinde ich als zu moderat. Ein 911 Turbo sollte sich nicht mit 4türern auf der Autobahn rumschlagen müssen. Selbst als Sportwagen, wird dieser doch wohl nicht so häufig auf der Rennstrecke bewegt wie der GT2 und GT3. Zumindest das neue M5 Modell von BMW wird den 911 Turbo dann zum "Platz machen" bitten, wenn es sich um geschwindigkeiten über 150 km/h auf der AB handelt. Mein Fazit auch nach einer Probefahrt: Tolles Auto mit 50PS zu wenig. Wer jetzt kauft wird sich sicher bald über eine "S" Variante oder Leistungsteigerung ärgern.

inschinoer inschinoer » 19.11.2009, 12:59 Uhr  #3

Ich hoffe nur, dass Porsche den Handschalter nicht einstellt, wie es Ferrari beim 458 getan hat. Für mich gehört Handschaltung und Fußkupplung zum Fahrspass dazu. Paddles ziehen kann jeder.

me me » 16.11.2009, 17:20 Uhr  #2

denke auch dass das FL des 997 turbo gelungen ist. optisch wie immer keine revolution aber unterm blech hat sich ja viel sinnvolles getan. einen vergleich der handschalterversionen mit dem gtr wird es wohl nicht geben weil nissan denkt dass ein manuelles getriebe in einem sportwagen nix verloren hat.

WOBBY WOBBY » 16.11.2009, 17:03 Uhr  #1

Also ich find den neuen Turbo klasse. Porsche hat ihm ,auch dank mehr Hubraum, nen besseren Sound verpasst dann die neuen Motorlager incl. VarioKamp Turbos und vor allem das AeroKit (leider aufpreispflichtig)!
Und endlich ist der Allrad wieder Hecklastig ausgelegt was beim Vorgänger etwas zu wünschen übrig lies!
An und für sich ein tolles Auto.
Bin ja gespannt ob es Auto Motor Sport diesmal schafft beim vergleich mit dem Nissan beide mit bzw ohne Automatik miteinander Vergleicht und nicht immer verschiedene Versionen!

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