40 Jahre AMG: Kraftwerks-Jubiläum

AMG steht bei Mercedes gleichbedeutend für Hochleistungsversionen. Jetzt feiert dieses Label, das als Zwei-Mann-Betrieb aus der Taufe gehoben wurde, seinen 40. Geburtstag als Weltunternehmen.

Was als Motorsport- und Veredelungsbetrieb das Laufen erlernte, wandelte sich in diesen vier jahrzehnten zu einem Anbieter exklusiver Hochleistungs-Automobile unter dem Dach von Daimler-Chrysler.

Erfolgreich im Motorsport

Am 1. Juni 1967 gründen Hans Werner Aufrecht (A) und sein Partner Erhard Melcher (M) das Unternehmen; von Aufrechts Geburtsort Großaspach (G) stammt der dritte Buchstabe im Firmennamen.

In den ersten Jahren beschäftigen sich die Firmengründer mit dem Aufbau von Rennwagen auf Basis des Mercedes-Benz 300 SE und der Teilnahme an europäischen Tourenwagenrennen. Bereits 1971 kommt der Durchbruch: Beim 24-Stunden-Rennen im belgischen Spa belegt ein 428 PS starker Mercedes-Benz 300 SEL 6.8 AMG völlig überraschend den zweiten Platz im Gesamtklassement und erringt den Klassensieg.

Diesem historischen Sieg folgen unzählige Erfolge auf den unterschiedlichsten Bühnen den Motorsports: So kann AMG in der DTM fünf Mal die Teamwertung für sich entscheiden. Bernd Schneider, Gary Paffett und Klaus Ludwig holen insgesamt acht DTM-Titel, Schneider zusätzlich den Titel in der ITC (International Touring Car Championship). In der FIA-GT-Meisterschaft gelingt dem Team aus Affalterbach mit Bernd Schneider und dem CLK-GTR 1997 auf Anhieb der Gewinn des Fahrertitels, ein Jahr später wiederholen Klaus Ludwig und Ricardo Zonta diesen Erfolg und sichern dem Team AMG Mercedes zusätzlich den Konstrukteurstitel - der CLK-GTR ist bei allen elf Saison-Rennen siegreich.

Vom Motorsport zum Autoveredler

Doch nicht nur auf der Bühne des internationalen Motorsports ist AMG erfolgreich. Der bereits in den Siebzigerjahren beginnende Kundenwunsch nach mehr automobiler Individualität wird für das schwäbische Unternehmen zur Basis für den geschäftlichen Aufschwung. Die starke Nachfrage nach verfeinerten Mercedes-Benz Fahrzeugen in den Siebzigerjahren beschert AMG ein immer höheres Auftragsvolumen. Der Firmensitz in Burgstall wird zu klein, 1976 zieht AMG nach Affalterbach um.

Ein echter Meilenstein in der AMG-Historie ist das Jahr 1990, als der Kooperationsvertrag mit der Daimler-Benz AG geschlossen wird. AMG-Produkte können nun über das weltweite Netz der Niederlassungen und Vertriebspartner von Mercedes-Benz vertrieben und gewartet werden. Auf Basis des Kooperationsvertrages stellt das Unternehmen 1993 das erste gemeinsam entwickelte Fahrzeug vor, den Mercedes-Benz C 36 AMG. Im gleichen Jahr erkennt das Patentamt AMG wegen des hohen Bekanntheitsgrades als Markenzeichen an.

Seit 1999 unter dem Dach von Daimler-Chrysler

Zum 1. Januar 1999 übergibt Hans Werner Aufrecht die Mehrheit der AMG-Anteile an die Daimler-Chrysler AG. Am 1. Januar 2005 übernimmt Daimler-Chrysler 100 Prozent der Anteile. Die Motorsport-Abteilung wird 1999 in die H.W.A. GmbH (heute: H.W.A. AG) von Firmengründer Hans Werner Aufrecht ausgelagert. Dort wird zusammen mit Mercedes-Benz Motorsport das langfristige Engagement in der Deutschen Tourenwagen Masters (DTM) vorangetrieben.

Seit 2006 können sich leistungshungrige Mercedes-Kunden zudem nahezu alle Individualisierungswünsche im neu gegründeten AMG Performance Studio erfüllen lasssen. So können gezielte technische Modifikationen wie Sportfahrwerke, Hochleistungsbremsanlagen, Rad-Reifen-Kombinationen, Sperrdifferenziale oder individuelle Innenausstattungen ebenso realisiert werden wie spezielle automobile Einzelstücke.

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uba

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