Aston Martin Rapide mit 477 V12-PS: Sportlimousine als Porsche Panamera-Gegner

Aston Martin Rapide

Aston Martin zeigt auf der IAA den neuen Rapide, der ab Herbst dem Porsche Panamera Konkurrenz macht. Als Antrieb für die Sportlimousine von der britischen Insel dient der bekannte V12-Motor, der aus sechs Litern Hubraum 477 PS schöpft.

Bereits 2006 stellte Aston Martin auf der Detroit Motor Show das erste Konzeptfahrzeug der zukünftigen viertürigen Sportlimousine vor. Dreieinhalb Jahre später ist aus der Vision Wirklichkeit geworden. Der Aston Martin Rapide feiert seine Weltpremiere auf der IAA in Frankfurt.

Aston Martin Rapide auf der IAA: Bis zu 303 km/h schnell

Die ersten Serienfahrzeuge werden dann Anfang 2010 an die Kunden ausgeliefert. Mit dem Rapide präsentieren die Briten die erste viertürige Sportlimousine der jüngeren  Markengeschichte. Aston-typisch sorgt ein Zwölfzylinder in V-Form für Vortrieb - eben jenes Triebwerk, das auch im jüngst vorgestellten Aston Martin Vantage V12 für Verzückung sorgt. Der in Köln gefertigte Front-Mittelmotor schöpft seine Kraft aus sechs Litern Hubraum und treibt die 20-Zoll großen Hinterräder an. Die Höchstleistung von 477 PS liegt bei 6.000 Kurbelwellenumdrehungen an. Eine Sechsgang-Automatik verwaltet die maximal 600 Newtonmeter Drehmoment, die ab 5.000 Touren zur Verfügung stehen. Hierbei hat der Fahrer die Möglichkeit, die Gänge manuell über die aus Magnesium gefertigten Schaltpaddel hinter dem Lenkrad zu sortieren. Die Fahrleistungen liegen annähernd auf dem Niveau des Gegners aus Zuffenhausen: Für den Spurt auf maximales Landstraßentempo sollen laut Aston Martin 5,3 Sekunden vergehen (Porsche Panamera Turbo: 4,2 Sekunden). Der Vortrieb soll wie beim Panamera Turbo erst bei 303 km/h enden.

Die Linienführung des Aston Martin Rapide ist geprägt von der nach hinten abfallenden Dachlinie. Besonders markant ist zudem die seitliche Trapezlinie, die aus der Kühlluftöffnung am vorderen Kotflügel entspringt und eine ausgeprägte Sicke modelliert. Sie reicht bis in die hintere Tür. Von vorne gibt sich der Rapide sofort als Mitglied der Aston Martin-Familie zu erkennen. Die typischen Scheinwerfer und der an ein Haifischmaul erinnernde Kühlergrill sind typische Designmerkmale der britischen Sportwagenmanufaktur. Das Heck sieht dem des Aston Martin Vantage zum Verwechseln ähnlich. Die Verwandtschaft zu den übrigen Aston-Modellen ist auch unter dem Blechkleid groß, basiert der Rapide doch auf der gleichen Plattform wie DBS, DB9 und Vantage.

Schwanenflügel-Türen und Luxus-Ambiente im Aston Martin Rapide

Szenenapplaus dürften Rapide-Piloten beim Aussteigen ernten. Denn die vier Türen öffnen nicht in gewöhnlicher Form zur Seite, sondern schwingen leicht nach oben. "Schwanenflügel-Türen" nennt Aston Martin dieses Kunststück und beweist damit einmal mehr, dass man auf der Insel ein ganz spezielles Gespür für Stil hat.

Im Innenraum finden bis zu vier Personen bequem Platz. Die tiefe Sitzposition und der ungehinderte Blick nach vorne sollen dafür Sorge tragen, dass auch die Passagiere im Fond das Fahrerlebnis ungefiltert genießen können. Nichtsdestotrotz soll natürlich auch der Komfort auf den vier Einzelsitzen nicht zu kurz kommen. Hierfür stehen den Passagieren eine für jeden Sitz einzeln einstellbare Klimaautomatik und edelste Materialien zur Verfügung. Angefangen beim auf allen vier Plätzen beheizbaren Ledergestühl bis hin zum Armaturenbrett aus Walnussholz dürfte sich so ziemlich alles an Bord befinden, was das Reisen angenehm gestaltet. Adaptive Dämpfer passen sich an die jeweilige Fahrsituation und an den Fahrbahnbelag an. Der Preis für so viel Luxus spiegelt sich zwangsläufig auch im Gewicht wider. Der Rapide bringt 1.950 Kilogramm auf die Waage.

Der Kofferraum des Aston Martin Rapide schluckt bis zu 750 Liter

Ebenso wie sein Gewicht lassen sich auch die Abmessungen der Sportlimousine durchaus als stattlich bezeichnen. Mit 5,02 Metern Länge überragt er den Porsche Panamera um fünf Zentimeter. Inklusive der beiden aus den Türen herauswachsenden Spiegel bringt es der Aston auf einer Breite von 2,14 Metern. Die knapp zwei Tonnen Lebendgewicht halten bei Bedarf Bremsen mit 390 Millimeter großen Scheiben und Sechskolben-Festsätteln an der Vorderachse sowie 360er Scheiben mit Vierkolben-Festsätteln an der Hinterachse im Zaum.

Seine praktische Seite eröffnet der Aston Martin Rapide jedem, der einen Blick in den Kofferraum wirft. Durch Umlegen der Rücksitze entsteht eine ebene Ladefläche. Das Gepäckabteil erweitert sich von 301 auf 750 Liter. Die genauen Preise für den Rapide will Aston Martin auf der IAA verkünden.

Die Sportmodelle auf der IAA 2009
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Manuel Dohr

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