Sie kennen die Pendelschieberzellenölpumpe nicht? Setzen, sechs! Denn dieses handflächengroße, mechanisch ausgetüftelte Teilchen sorgt im neuen BMW M3 immerhin für eine Leistungsverlusteinsparung von 1,2 Kilowatt.
Lächerlich? Zugegeben - was sind schon umgerechnet 1,6 PS, wenn man das große Ganze betrachtet, das in Form von 420 PS in dem im September debütierenden M3 sein Tagwerk verrichtet. Helmut Himmel, der Vater des neuesten Zöglings der Hochdrehzahlfamilie, sieht das anders. Für den Projektleiter der M-Motoren zählen die vielen kleinen Dinge, um Großes zu vollbringen.
Der V8 versteckt sich
Der leistungshungrige Kunde, der dem rund 66.000 Euro teuren M3 schlussendlich die Sporen gibt, bekommt all die feinen technischen Kniffe zweifellos zu spüren und aus den vier Endrohren auch pulsierend zu hören. Zu sehen ist vom neuen V8 bis auf die wuchtige Kunststoffabdeckung, unter der Stellmotoren die Einzeldrosselklappen dirigieren, rein gar nichts. Sogar der Blick auf die verschlungenen Fächerkrümmer bleibt einem von außen verwehrt. Eine Schande, sind sie doch eine äußerst kunstvolle Darbietung der ausgeklügelten zweiflutigen Auspuffanlage.
Aufwändige Abgasanlage
Die Tüftler und Denker der M GmbH bedienen sich schließlich eines jeden Stellhebels. Ein reduzierter Abgasgegendruck zur Leistungsförderung ist Pflicht, eine möglichst dünnwandige Gestaltung des gesamten Abgastrakts die Gewicht einsparende Kür. Das vorgebogene Rohrgeflecht der Auspuffanlage wird mit einem Druck von bis zu 1.000 bar in die Form gepresst und die Materialstärke somit auf bis zu 0,6 Millimeter ausgetrieben.







