Historie der Corvette: Erfolgsgeschichte der US-Sportwagen-Ikone

Corvette

Die Erfolgsgeschichte des US-Sportlers beginnt am 30. Juni 1953, als die erste Corvette vom Band rollt. Rund 56 Jahre später vermeldet GM am 10. Juni 2009 die Produktion der 1,5 millionsten Corvette und ein Ende ist nicht abzusehen.

Das Jubiläumsmodell, das bereits am 28. Mai im US-Werk Bowling Green vom Band lief, ist ein weißes Cabrio mit roter Innenausstattung und einem schwarzen Verdeck. Damit greift GM abermals die Geschichte der Corvette auf, wartete doch die erste Corvette, die 500.000 und auch die 1 millionste Corvette in dieser Farbkombination auf.

Corvette C1: V8 als Initialzündung

Die Corvette, die mit dem Modell C6 seit 2005 in der sechsten Generation am Start ist, gilt in den USA als die Sportwagenikone schlechthin - ihr Status ist vergleichbar mit dem Nimbus eines Porsche 911 in Deutschland oder von Ferrari in Italien.

Dabei begann die Corvette-Karriere doch recht bescheiden. Der Reihensechszylinder der Corvette C1, die ausschließlich als Cabrio angeboten wurde, schöpfte aus 3,8-Litern Hubraum lediglich 143 PS. Standard war allerdings schon die Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff, die sich über einen stählernen Kastenrahmen wölbte. Zum echten Sportwagen mauserte sich die Corvette ab 1955, als erstmals ein V8-Motor unter der langen Fronthaube Einzug hielt. Bis zum Modellwechsel 1963 wurde die Corvette C1 mehrfach optisch überarbeitet, der V8 legte auf bis zu 5,4 Liter und 360 PS zu.

Corvette C2: Coca-Cola-Design als Markenzeichen

Die ab 1963 angebotene Corvette C2 offerierte neben dem Cabrio auch erstmals eine Coupé-Variante und führte einen Leiterrahmen und das Boots-Heck ein. Später folgten als Innovationen Einzelradaufhängungen hinten und Scheibenbremsen. Besonders begehrt sind die sogenannten Split-Window-Varianten aus dem 63er Jahrgang.

Unter der Haube der C2 arbeiteten ausschließlich V8-Triebwerke, die bis zu sieben Liter Hubraum aufwiesen. Um den Sportwagenruf zu unterstreichen, wurde auch bei der Leistung nicht gekleckert. Zwischen 250 und 435 PS sorgten für Vortrieb.


Coke-Bottle-Design war das Schlagwort, dass die dritte Corvette-Generation zwischen 1968 und 1982 begleitete und sich auf die schwungvoll ausgeführten Kotflügellinien der Corvette C3 bezog. Der Leiterrahmen wurde zum Kastenrahmen, der Hubraum wuchs auf bis zu 7,4 Liter an. Wachsende Aufprallschutzanforderungen verdrängten die Chromstoßstangen zu Gunsten von Kunststoffteilen. Ab 1975 entfiel das Cabrio. Bereits 1972 raste die Corvette in die Ölkriese, die die Spitzenleistung des US-Sportlers von 435 auf nur noch 270 PS drückte.

Die Corvette C6 schreckt die europäische Konkurrenz

Um wieder Anschluss an die Wettbewerber zu finden, wurde die Corvette C4, die 1984 an den Start ging, komplett neu konstruiert - das Grundkonzept mit V8-Frontmotor, GFK-Karosse und nun stählernem Zentralrohrrahmen aber blieb. Die V8-Triebwerke durften wieder Leistung zeigen - bis zu 405 PS in der ZR-1 - , neue Radaufhängugen brachten die Corvette auch fahrwerkstechnisch auf die Höhe der Zeit. Optisch wurde die Corvette eckiger. Dem Coupé wurde ab 1986 wieder ein Cabrio zur Seite gestellt.

Die Corvette C5 trug ab 1997 das Getriebe an der Hinterachse und den Motor für eine optimale Gewichtsverteilung weit hinten eingebaut. Der 5,7 Liter-V8 leistete bis zu 405 PS in der Z06. Neben dem Cabrio und dem Coupé mit herausnehmbarem Dach gab es nur für den US-Markt erstmals eine Version mit festem Dach. Zudem war die C5 die erste Corvette mit von außen zugänglichem Kofferraum.

Mit der sechsten Corvette-Generation die ab 2005 antrat, mauserte sich die Corvette endgültig zum Schrecken der europäischen und japanischen Konkurrenz. Die Corvette C6 tritt bereits in der Basisversion als Coupé und Cabrio mit 437 PS an, die Z06 bietet 512 PS und die ZR1 mit Kompressoraufladung markiert mit 647 PS derzeit den Corvette-Leistungsgipfel. Die kompakten Abmessungen sichern ein superbes Handling, die enorme Leistung Höchstgeschwindigkeiten von über 300 km/h.

Die C6 wird in Europa nicht mehr unter dem Label Chevrolet verkauft, da GM dieseits des Atlantiks die Ex-Daewoo-Fahrzeuge Chevrolet zugeordnet hat, und die Corvette unter eigenem Namen als exklusiv-Offerte gehandelt werden soll.

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Ulrich Baumann

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