Die Premiere auf der IAA enthüllt aber in erster Linie die letztliche Optik des Mercedes SLS AMG, denn die Schwaben haben bereits im Vorfeld der IAA zahlreiche Details des Supersportlers preisgegeben.
Der Mercedes SLS AMG wird bei 317 km/h eingebremst
Wir fassen noch einmal zusammen: Angetrieben wird der Mercedes SLS AMG von einem nach der Euro 5-Abgasnorm eingestuften 6,3-Liter-V8, der es auf 571 PS und 650 Nm Drehmoment bringt und der als Front-Mittelmotor in einem Aluminium-Space-Frame sitzt. Ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe in Transaxle-Bauweise überträgt die Kraft via Sperrdifferenzial auf die Hinterräder. Dem Fahrer stehen dabei vier Schaltprogramme inklusive einer Race Start-Funktion zur Verfügung. Im Idealfall stürmt der 1.620 Kilogramm schwere Mercedes SLS AMG in 3,8 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine elektronisch abgeregelte Höchstgeschwindigkeit von 317 km/h. Den Durchschnittsverbrauch des Flügeltürers gibt Mercedes mit 13,2 Liter an, den CO2-Ausstoß mit 314 g/km. Als Ökokomponenten trägt der Mercedes SLS AMG eine bedarfsgerecht gesteuerte Lichtmaschine und eine Bremsenergierückgewinnung
Der SLS AMG rollt auf 9,5x19 Zoll großen Rädern und 265/35er Reifen vorn, hinten sichern 265/35er Reifen auf 11x20 Zoll großen Felgen die Bodenhaftung. Den Radstand gibt Mercedes mit 2,68 Metern, das Kofferraumvolumen mit 176 Liter an.
Flügeltüren als Markenzeichen des Mercedes SLS AMG
Das optische Highlight des 4,64 Meter langen, 1,94 Meter breiten und 1,27 Meter hohen Mercedes SLS AMG sind aber unbestritten seine nach oben öffnenden Flügeltüren, von denen Mercedes behauptet, dass sie in jeder Normgarage komplett geöffnet werden können. Sind die breiten Schweller erst einmal überwunden, finden die beiden Passagiere Platz auf lederbezogenen Sportsitzen und der Fahrer darf in ein unten abgeflachtes Sportlenkrad greifen.
Behütet werden die Passagiere durch bis zu acht Airbags. Das serienmäßige ESP ist in drei Stufen abschaltbar und eine Keramikbremsanlage sichert jederzeit eine hohe Brems-Performance.
Das SLS-Gesicht stammt vom Mercedes 300 SL
Nun aber zu den neuen Erkenntnissen, der Optik des SLS AMG nämlich: die knappen Überhänge vorn und hinten waren bereits bekannt, auch die fast zwei Meter lange Haube hat sich schon bei den Erlkönigen klar abgezeichnet. Gänzlich unverhüllt gibt das SLS-Gesicht nun aber seine ganzen Bezüge zum 300 SL preis. Auch die Finnen auf den seitliche Motorentlüftungskiemen scheinen direkt vom historischen Vorbild übernommen zu sein. Die Heckansicht prägen die schmalen, um die Flanken gezogenen Rückleuchten und der abfallende Kofferraumdeckel mit dem Bürzel und dem integrierten, ausfahrbaren Spoiler. Darunter machen sich zwei trapezförmige Auspuffendrohre und zwei Lüftungsgitter breit.
In den Handel kommt der Mercedes SLS AMG im Frühjahr 2010. Der Grundpreis für die Neuinterpretation des legendären Flügeltürers liegt bei 177.310 Euro.







