Auf der Nordschleife attackiert der Porsche 911 GT2-Vorgänger mit einer Supertest-Rundenzeit von 7.33 Minuten gar "ein bisschen nassforsch die fahrdynamische Vormachtstellung des Supersportlers Porsche Carrera GT", der auf 20,6 Eifel-Kilometern gerade mal ein Sekündchen gutmachen kann (Hier kommen Sie zum Supertest Porsche Carrera GT). Der neue Porsche 911 GT2 RS soll laut Porsche die Nürburgring-Nordschleife in sieben Minuten und 18 Sekunden umrunden.
Im Heck des Porsche 911 GT2 RS schlägt weiter ein 3,6 Liter großer Bi-Turbo-Boxer-Motor. Gegenüber seinem Vorgänger, dem 530 PS und 680 Nm starken GT2, entlässt das neue Aggregat aber nun 620 PS und 700 Nm auf die Hinterräder.
Der Porsche 911 GT2 RS soll 330 km/h schnell sein
Weniger ist mehr, wenn es um das Fahrzeuggewicht geht. Der GT2 RS wurde deshalb um 70 Kilogramm abgespeckt und kommt mit nun 1.370 Kilogramm fahrfertig auf ein Leistungsgewicht von 2,21 Kilogramm je PS.
Wer nun das manuelle Sechsgang-Schaltgetriebe fix genug bedient, soll den Porsche 911 GT2 RS in 3,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigen können. Die 200 km/h-Marke fällt nach 9,8 Sekunden, 300 km/h werden nach 28,9 Sekunden erreicht. Geschlagen geben muss sich der Porsche 911 GT2 RS erst, wenn der Fahrtwind mit 330 km/h ansteht. Will der Fahrer selbst die Verzögerung diktieren, so herrscht der rechte Fuß über eine Keramikbremsanlage. Für die leistungsgerechte Längs- und Querdynamik sorgt die sportliche RS-Abstimmung für Federn, adaptives Dämpfersystem (PASM) und Stabilisatoren sowie Motorlager und Stabilitätsmanagement (PSM). Die Konsumbedürfnisse des Porsche GT2 RS beziffert Porsche auf 11,9 Liter (284 g/km CO2) bei Einhaltung der Normverbrauchsvorgaben.
Die Porsche 911 GT2 RS-Optik wird von Sichtkarbonelementen geprägt
Optisch unterscheidet sich der neue 911 GT2 RS vom 911 GT2 vor allem durch zahlreiche Elemente aus kohlefaserverstärktem Kunststoff in matt schwarzem Sichtcarbon, breitere Räder und verbreiterte Radhäuser an der Vorderachse. In den Radhäusern drehen sich 245/35er Pneus vorn und 325/30er Pneus an der Hinterachse. Hinzu kommen neue 19 Zoll-Leichtmetallräder mit Zentralverschluss sowie "GT2 RS"-Schriftzüge auf den Türen und dem Heckdeckel. Die überarbeitete Bugspoilerlippe und die zehn Millimeter höhere Heckspoilerlippe aus Sichtkarbon sorgen für aerodynamische Feinabstimmung und mehr Abtrieb.
Sportlichkeit dominiert auch im Innenraum des Porsche 911 GT2 RS. Sie manifestiert sich in Leichtbau-Schalensitzen aus kohlefaserverstärktem Kunststoff in Sichtkarbon und Leichtbau-Türtafeln mit roten Öffnerschlaufen. Kontrastierend zur schwarzen Grundfarbe sind die Sitzmittelbahnen, der Dachhimmel sowie Segmente am Lenkradkranz und Schalt- beziehungsweise Handbremshebelgriff in rotem Alcantara prägnant abgesetzt.
Satte 237.578 Euro will Porsche für den 911 GT2 RS
Abgesetzt hat sich der neue Porsche 911 GT2 RS von seinem Vorgänger auch beim Grundpreis. Startete der GT2 im November 2007 noch zu Preisen ab 189.496 Euro, so wird der auf 300 Fahrzeuge limitierte 911 GT2 RS in Europa ab September 2010 für 237.578 Euro angeboten.





