ALMS 12h-Rennen Sebring 2009: Audi R15 TDI gewinnt das ALMS-Auftaktrennen

Beim 12-Stunden-Rennen in Sebring (USA) startete Audis neuer Sportwagen R15 TDI mit einem Sieg erfolgreich in die Saison 2009. Erzrivale Peugeot landete mit dem LMP1-Prototypen 908 HDi knapp geschlagen auf Rang zwei.

Pilotiert wurde der siegreiche R15 mit V10-Motor von Rinaldo Capello (Italien), Tom Kristensen (Dänemark) und Allan Mc Nish (Großbritannien). "Es ist unglaublich, wie problemlos das neue Auto gelaufen ist", sagte der neue Rekordsieger Tom Kristensen. Der achtmalige Le-Mans-Sieger ist mit fünf Erfolgen jetzt auch alleiniger Spitzenreiter in der Bestenliste von Sebring.

Im Ziel trennte das Trio aus Ingolstadt nur 22,279 Sekunden vom zweitplatzierten Peugeot Diesel 908 mit den Franzosen Stephane Sarrazin, Franck Montagny und Sebastian Bourdais. "Keine Fehler machen, war die Devise", sagte Audi-Motorsportchef Wolfgang Ullrich über das Zwölf-Stunden-Sprintrennen in Florida.

Schnellstes Rennen der Sebring-Geschichte

Bei der 57. Auflage wurde eine Rekorddistanz von 2.278,85 Kilometer zurückgelegt und das schnellste Zwölf-Stunden-Rennen der Geschichte gefahren. Dabei gab es insgesamt 23 Führungswechsel. Durch den dritten Platz von Lucas Luhr/Mike Rockenfeller/Marco Werner (Koblenz/Neuwied/Dortmund) auf dem zweiten Audi R15, der mit zwei Runden Rückstand ins Ziel kam, wurde der Audi-Erfolg komplettiert.

Nach 2000 mit dem Typ R8 und 2006 mit dem R10, war es der dritte Premierensieg der Bayern in Sebring. Für Vorjahres-Gesamtsieger Porsche endete die alljährliche Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen von Le Mans mit einem Desaster. Erstmals seit 17 Jahren hat die mit 18 Gesamtsiegen und 65 Klassensiegen erfolgreichste Marke in Sebring keinen Klassensieg und keinen Podiumsplatz erreicht.

Zweiter Sieg für Kaffer

Eine makellose Bilanz kann dagegen Pierre Kaffer (Burgbrohl) aufweisen. Nach seinem Gesamtsieg mit Audi 2004 hat er im Ferrari 430 GT mit seinen Partnern Mika Salo/Jamie Melo (Finnland/Brasilien) bei seinem zweiten Start die GT2-Klasse gewonnen. Die beiden neuen BMW M3, die in Sebring ihr Debüt feierten, fielen mit technischen Defekten aus.

Die Weltwirtschafskrise machte auch im Sonnenscheinstaat nicht halt. Mit 26 Startern war es das kleinste Starterfeld in 57 Jahren. Die Rekordstarterzahl betrug 1983 noch 84 Auto.

Der zweite von zehn Läufen der American Le Mans Series findet am 4. April in St. Petersburg (Florida) statt.

Ergebnis 12h-Rennen Sebring:
01. LMP1 Capello/Kristensen/McNish (Audi R15 TDI) - 383 Runden
02. LMP1 Montagny/Sarrazin/Bourdais (Peugeot 908 HDi FAP) + 22.279 Sekunden zurück
03. LMP1 Luhr/Rockenfeller/Werner (Audi R15 TDI) + 2 Runden zurück
04. LMP2 Fernandez/Diaz (Acura ARX-01B) + 23 Runden
05. LMP1 Minassian/Lamy/Klien (Peugeot 908 HDi FAP) + 27 Runden
06. GT1 O’Connell/Magnussen/Garcia (Corvette C6.R) + 34 Runden
07. GT1 Gavin/Beretta/Fässler (Corvette C6.R) + 35 Runden
08. GT2 Melo/Kaffer/Salo (Ferrari 430 GT) + 51 Runden
09. GT2 Companc/Russo/Bruni (Ferrari 430 GT) + 53 Runden
10. GT2 Farnbacher/James (Panoz Esperante) + 54 Runden
11. GT2 Bergmeister/Long/Lieb (Porsche 911 GT3) + 57 Runden
12. GT2 Law/Neiman/van Overbeek (Porsche 911 GT3) + 57 Runden
13. GT2 Krohn/Jonsson/van de Poele (Ferrari 430 GT) + 58 Runden
14. GT2 Robertson/Robertson/Murry (Doran Ford GT MK 7) + 80 Runden
15. LMP1 Brabham/Sharp/Franchitti (Acura ARX-02a) + 81 Runden
16. GT2 Henzler/Werner/Lietz (Porsche 911 GT3) + 109 Runden
17. GT2 Feinberg/Hall/Holt (Dodge Viper) + 132 Runden
18. LMP1 De Ferran/Pagenaud/Dixon (Acura ARX-02a) + 137 Runden
19. GT2 Drayson/Cocker/Bell (Aston Martin) + 179 Runden
20. LMP1 McMurry/Willman/Burgess (Lola B06/10 AER) + 232 Runden
21. LMP2 Leitzinger/Franchitti/Devlin (Lola B09 86 Mazda) + 234 Runden
22. GT2 Muller/Milner (BMW E92 M3) + 243 Runden
23. LMP2 Dyson/Smith/Lally (Lola B09 86 Mazda) + 256 Runden
24. GT2 Gigliotti/Curran/Molo (Chevrolet Riley) + 294 Runden
25. LMP1 Field/Field/Ducote (Lola B06/10 AER) + 306 Runden
26. GT2 Hand/Auberlen (BMW E92 M3) + 356 Runden

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dpa/cro

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