Parallel dazu haben die Regelhüter den Herstellern mitgeteilt, dass die ursprünglich fixierte Demarkationslinie in der VLN - die als Testfeld der Hersteller für das 24h-Rennen fungiert - von 8.30 Minuten auf 8.20 Minuten gesenkt wird: Nur wenn Fahrzeuge in den VLN-Rennen mehr als fünf Runden unter 8.20 Minuten absolvieren, drohen die Regelhüter mit neuen Einstufungen.
Mehr Reserven für die Rennschlachten am Nürburgring
Porsche wird aller Voraussicht nach 2010 keine GT2-Rennwagen mehr am Ring einsetzen, sondern sich auf den GT3-Elfer konzentrieren, der aber für die Saison 2010 grundlegend überarbeitet wird. Porsche will dem neuen 911 GT3 Cup RS mehr Performance-Polster einbauen, um im Fall von neuen Restriktionen mehr Reserven für die Rennschlachten am Nürburgring zu haben. Zudem soll die Unterstützung für die Kundenteams als Antwort auf die starke Audi-Präsenz in diesem Jahr verstärkt werden. Das am Nürburgring beheimatete Manthey-Team soll beim 24h-Rennen allerdings wieder die Hauptlast der Titelverteidigung tragen. Zudem könnte Porsche zusätzlich einen Hybrid-Rennwagen auf Basis des Porsche GT2 einsetzen.
Audi will die R8-Performance am Nürburgring verbessern
Audi beschreitet den identischen Weg wie Porsche. Die Verzögerung bei der Auslieferung der Kundenautos für 2010 wird zwar offiziell damit begründet, dass der Audi R8 in den Bereichen Getriebe und Elektronik besser an die Kundenbedürfnisse angepasst werden soll, doch in Wahrheit wird Audi Sport bei Motor, Getriebe, Elektronik und Aufhängungen nachbessern, um die Fahrzeugperformance am Nürburgring und in den internationalen GT3-Rennklassen noch einmal zu verbessern. Das Ziel bei Audi und Porsche: Ein GT3-Überperformer, der auch nach möglichen Neueinstufungen immer noch siegfähig ist.
BMW-Einsatz noch offen
Mit Eifer spekuliert die Motorsportzunft derzeit über die Zukunft von BMW im Motorsport - für das Jahr 2010 und danach. Es zeichnet sich ab, dass BMW kommendes Jahr das bisherige Programm - Tourenwagen-WM und GT-Sport - weiterführt, wenngleich in veränderten Konstellationen. So könnte das Schnitzer-Team aus der Tourenwagen-WM in den Langstreckensport wechseln, was sich bereits durch die VLN-Einsätze 2009 andeutete. Die Freilassinger Mannschaft könnte mit dem BMW M3 GT2 in der VLN, bei den 24h-Rennen in Spa und am Nürburgring sowie wahlweise in der GT2-EM oder in der Le Mans Serie antreten. Diese Europa-Einsätze des M3 hängen jedoch an den von der FIA geforderten Modifikation des GT2-Autos, das nach einem speziellen GT-Reglement der ALMS aufgebaut wurde.
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