Die Entscheidung, mit dem R8 auf die Rennstrecke zu gehen, machten sich die Audi-Verantwortlichen wahrlich nicht einfach. Doch die vielen Anfragen nach einer Rennversion ließen Motorsportchef Dr. Wolfgang Ullrich letztendlich kaum eine andere Wahl. Im Herbst kommenden Jahres sollen die ersten R8 GT3 an die Kunden ausgeliefert werden.
Testprogramm läuft
Zuvor muss der intern "R16" genannte Rennbolide noch zahlreiche Testrunden abspulen. Bereits Mitte August hat der Prototyp den erste Roll-Out erfolgreich absolviert. Werkspilot Frank Biela pilotierte den neuen Cup-Renner auf seinen ersten Kilometern.
Im Gegensatz zum Serien-R8 verfügt die Renn-Version nicht über Allrad-Antrieb sondern erhält seinen Vortrieb reglementskonform ausschließlich über die Hinterräder. Die 500 PS des V10 werden dabei über ein neues sequentielles Sechsgang-Sportgetriebe an die Hinterachse übertragen. Eine umfangreiche Sicherheitsausstattung komplettiert die Rennausstattung unter der Haube.
Aggressives Äußeres
Auch äußerlich legt der R8 jegliche Zurückhaltung ab. Auf dem Heck thront ein mächtiger Flügel, der für Grip auf der Antriebsachse sorgen soll. Auf der Suche nach Abtrieb wird der Spoiler tatkräftig von einem Diffusor unter der Heckschürze unterstützt. An der Seite und der Front lassen tief gezogene Schürzen den Mittelmotor-Sportler nah über dem Asphalt kauern. Beim Fahrwerk setzt der Hersteller nach eigenen Angaben dagegen fast ausschließlich auf Komponenten aus der Serie.
In der Saison 2009 soll sich der R8 GT3 erstmals im Renneinsatz beweisen. Zu Testzwecken will Audi den neuen Rennboliden in verschiedenen europäischen Serien an den Start bringen. Gefertigt werden die Kundenfahrzeuge in Zusammenarbeit von Audi Sport und der Quattro GmbH im ungarischen Györ und in Neckarsulm, wo auch die Serien-Produktion angesiedelt ist.




