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sport auto Titel 03-2010

Dakar 2009

Der lange Weg zum ersten VW-Diesel-Sieg

Den ersten Triumph bei der Rallye Dakar in Südamerika hat das Volkswagen-Werksteam mit einem Doppelsieg eingefahren. Nach 9.574 Kilometern siegte der VW Touraeg von Giniel de Villiers und seinem Beifahrer Dirk von Zitzewitz vor den Teamkollegen Mark Miller und Ralph Pitchford.

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Foto: VW

VW gewann die Dakar 2009.

VW gewann die Dakar 2009.
VW gewann die Dakar 2009. Nach dem Ausfall von Carlos Sainz musste Giniel de Villie... Unter dem Jubel der argentinischen Fans fuhr der Südafri... Der Dank galt auch seinem deutschen Beifahrer Dirk von Zi... Der erste VW-Sieg nach 29 Jahren wurde entsprechend gefei... Mit Mark Miller auf Rang zwei fuhren die Wolfsburger soga... Robby Gordon im spektakulären Hummer landete mit Rang dr... Mitfavorit Mitsubishi enttäuschte dagegen durch Unzuverl... In der Motorrad-Wertung jubelte am Ende Marc Como auf KTM. Die Entscheidung über den Sieg fiel auf der 12. Etappe: ... Sein Beifahrer Michel Perin verletzte sich bei dem Unfall... Carlos Sainz stellte sich nach dem Unfall den Fragen der ... Sainz' Teamkollege Giniel De Villiers führte danach die ... Miroslav Zapletal/Tomas Ourednicek (Tschechien) liegen a... Mitsubishi-Pilot Pornsiricherd. Der Spanier Roma und sein Copilot Cruz Senra beim Versuch... Cyril Despres liegt bei den Motorrädern auf Rang zwei. Alain Duclos beim Kampf gegen den Sand. Die beiden französischen Quad-Piloten Carlini (li.) and ... Der US-Amerikaner Robby Gordon will die Wüste in einem H... Joan Roma und Beifahrer Lucas Cruz Senra. Die beiden Span... Giniel de Villiers/Dirk von Zitzewitz auf der 10. Etappe ... Das Mitsubishi-Duo Inocencio/ Fiuza liegt aktuell auf Pla... Der Spanier Marc Coma liegt bei den Motorrädern auf Rang... Der Führende: Carlos Sainz auf VW. Der Spanier feierte auf der 10. Etappe seinen sechsten Ta... Das Rallye-Camp der 10. Etappe in Chile. Der Südafrikaner Giniel De Villiers. Auch das BMW X-Raid-Team kämpft sich durch die Atacama-W... Joan Roma auf dem Sprung. Das VW-Biwak in der Wüste. Die VW-Piloten Mark Miller/Ralph Pitchford. Ein weiterer X-Raid-BMW. VW-Pilot De Villiers mit seinem deutschen Co Dirk von Zit... Juan Roma liegt aktuell auf dem vierten Platz. Der Spanier auf Mitsubishi hat einen Rückstand von 58:11... Der Amerikaner Mark Miller greift für VW ins Lenkrad des... Guerlain Chicherit (BMW) auf der 537 Kilometer langen neu... Auch die Quads kämpfen suich durch die Wüste. Hier der ... Carlos Sainz führt auf VW weiterhin die Rallye an. Er ko... Der Argentinier Pablo Patronelli feiert bei der diesjähr... Auf der ersten Etappe nach dem Ruhetag ließen es die Fah... VW-Motorsportchef Kris Nissen gab die Parole aus, dass nu... Konkurrent Mitsubishi scheint geschlagen. Nani Roma pilotiert den einzig verbliebenen Racing Lancer... Auch X-Raid ist nach der Disqualifikation von Nasser Al-A... Carlos Sainz konnte auf der achten Etappe seinen Vorsprun... Für die meisten Teilnehmer lautet nun das Ziel, irgendwi... Auf der sechsten Etappe ging es noch turbulenter zu. Spitzenreiter Nasser Al-Attiyah ließ absichtlich einige ... Giniel de Villiers heißt der neue führende Mann in der ... Auf den Südafrikaner warten nun die chilenischen Anden. Auf die Service-Trucks ist wie immer Verlass. Auch wenn es hier gerade bergab ab geht, konnte sich Gini... Der sportliche Wettkampf wurde allerdings vom Tod des fra... Aber auch andere kamen nicht ohne Verluste über die Mara... Hier geht gerade der Proto des Franzosen Christian Laviel... Mit dem vierten Platz in der Tageswertung übernahm Nasse... Der BMW-Pilot ist mittlerweile mehr als nur ein Geheimfav... Carlos Sainz handelte sich mit ausgefallener Servolenkung... Für positive Schlagzeilen sorgte das deutsche Duo Dieter... Trotz kleiner Schwierigkeiten konnte sich Mark Miller auf... Vorjahressieger Stephane Peterhansel kam nicht über Rang... Die vierte Tagesetappe verlangte von den Dakar-Helden wie... Über eine Distanz von 488 Kilometern ging es dabei meist... Die Prüfung wurde dominiert vom engen Zweikampf zwischen... Der Quatarer hatte am Ende knapp das Nachsehen. Mit seinem zweiten Tagessieg baute Sainz den Vorsprung an... Im Lager von Mitsubishi herrscht dagegen etwas Ernüchter... Vorjahreschampion Stephane Peterhansel konnte die Zeit de... Auf der dritten Etappe gab es endlich keine Probleme mehr... Der Untergrund wurde hügelig und felsiger. Mitsubishi kommt noch nicht richtig in Schwung. Titelvert... Besser lief es für das deutsche Duo Matthias Kahle und T... Auch für Carlos Sainz lief es am dritten Tag weiter gut.... Noch besser war allerdings BMW-Pilot Nasser Al-Attiyah. D... Am zweiten Tag war es dagegen sehr staubig. Die Sichtverhältnisse beim Hinterherfahren ließen zu wÃ... Auf den sehr schnellen Abschnitten kam es zu einigen bren... Beim Start war die Welt des Spitzenreiters Al Attiyah noc... Doch Navigatorin Tina Thoerner brachte den Araber vom rec... Mit der Tagesbestzeit setzte sich der Spanier Carlos Sain... Giniel de Villiers rückte seinerseits vor bis auf Rang z... Auch bei Mitsubishi lief es etwas besser als auf der erst... Peterhansel rückte mit dem zweiten Platz in der Tageswer... Der erste Tag brachte einen überraschenden Spitzenreiter. Nasser Al Attyiah setzte sich im X3 an die Spitze. VW Speerspitze Carlos Sainz blieb zunächst nur Rang zwei. Titelverteidiger Peterhansel belegte nur Rang sechs. Mitsubishi kam mit der schnellen Auftaktprüfung noch nic... Noch deutlich schlechter lief es für den Japaner Hiroshi... Für spektakuläre Bilder sorgte wieder einmal der Hummer... Am Start der Dakar 2009 wurden die Teilnehmer von 500.000... Auch die Buggys wühlten sich mit viel Getöse durch den ... Als Geheimfavorit ging das hessische BMW X-Raid Team an d... Auch die Helden auf zwei Rädern wurden gebührend gefeiert.

"Die letzten Kilometer waren echt spannend", sagte Sieger de Villiers. "Sieben Jahre lang bin ich dem Dakar-Sieg hinterhergerannt. Ich kann es kaum glauben, dass endlich geklappt hat."

"Es ist sehr schwierig, die Dakar zu gewinnen", sagte Sportchef Kris Nissen. "Es gibt zu viele Unbekannte. Vorhersagen sind im Vorfeld unmöglich - noch dazu, da wir zum ersten Mal in Südamerika gefahren sind. Umso schöner ist es, dass wir uns mit einem Doppelsieg durchgesetzt haben."

Es war ein historischer Triumph, nämlich der erste Sieg eines Diesels bei der zum 30. Mal ausgetragenen härtesten Rallye der Welt. Seit 2004 hatte es VW bei der Dakar mit dem Race-Touareg versucht. Man holte schnell Teilerfolge, wie die erste Tagesbestzeit durch Jutta Kleinschmidt im Jahr 2004. Zwei Jahre später kamen de Villiers und Co-Pilotin Tina Thörner als Zweite nach Dakar. 2007 holten die VW-Piloten zehn Bestzeiten. Nach Technikproblemen blieb aber nur Platz vier.

Erster VW-Sieg nach 29 Jahren

Für VW ist der Dakar-Sieg das mit Abstand größte Highlight der Motorsport-Historie seit fast drei Jahrzehnten. 1980 hatten der Schwede Freddy Kottulinsky und sein deutscher Beifahrer Gerd Löffelmann mit dem seriennahen Militär-Jeep namens Iltis die damalige Rallye Paris-Dakar gewonnen.

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"Unser größter Gegner ist von nun an die Strecke", sagte Kris Nissen am Ruhetag, als der Tross in der chilenischen Hafenstadt Valparaiso halt machte. Carlos Sainz, de Villiers und Mark Miller hatten eine bequeme Dreifach-Führung inne. Auch deswegen, weil die Gegner schon arg gerupft waren: Drei von vier gestarteten Werks-Mitsubishi waren bereits ausgefallen. Hiroshi Masuoka und Stéphane Peterhansel stellten ihre Racing Lancer jeweils mit Motorschäden ab. Luc Alphand musste aufgeben, nachdem sein Beifahrer Gilles Picard einen Kreislaufkollaps erlitten hatte. Die Racing Lancer hätten aber ohnehin den Speed der Schnellsten nicht gehen können.

Konkurrenz schlägt sich selbst

Der einzige, der den VW wirklich hätte gefährlich werden können, war Nasser Al-Attiyah im BMW X3 des X-Raid-Teams. Doch der Mann aus Katar schied in Führung liegend aus. Der Kühlwasserthermostat klemmte und Al-Attiyah musste deswegen eine 65 Kilometer lange Dünenetappe umfahren. Dies wurde mit Disqualifikation geahndet. "Eine korrekte Entscheidung", kommentierte Teamchef Sven Quandt.

Drei der vier VW waren, abgesehen von Kleinigkeiten, ohne technische Probleme nach Valparaiso gekommen. Der Defektteufel schlug dafür bei Dieter Depping zu. Am ersten Tag verlor der Deutsche eine Stunde, weil die Elektronik plötzlich ein Notlaufprogramm wählte, später wurde er durch einen Turboschaden eingebremst. Dennoch schaffte es Depping als Sechster ins Ziel. "An den Tagen, als mein Auto ohne Zwischenfälle lief, habe ich gut das Tempo mithalten können", freute sich der Norddeutsche.

VW musste nur einen Ausfall hinnehmen, als der führende Carlos Sainz mit seinem Race-Touareg in einen vier Meter tiefen Graben plumpste. Weil sich Beifaher Michel Perin das Schulterblatt brach, musste Sainz aufgeben. Das Auto hingegen war nur gering beschädigt. Wer oder was war am Unfall Schuld? Teamchef Nissen orakelte: "Carlos war nicht Schuld, ebenso wenig wie Michel oder das Roadbook. Ich weiß es nicht."

Sainz mit zu viel Risiko

Es scheint so, dass Sainz übermotiviert zur Sache ging, anstatt seinen Vorsprung cool zu verwalten. "Versuch mal, einem Carlos Sainz zu sagen, dass er langsamer fahren soll", meinte Nissen zu den taktischen Defiziten des erfahrenen Spaniers, der sich schon am fünften Tag einen Überschlag geleistet hatte. "Daran hatte Carlos aber keine Schuld", meinte Nissen. "Nach einem harten Schlag fiel die Servolenkung aus und er konnte dann auf der Sandetappe die Dünenkämme nicht im 45-Grad-Winkel anfahren, sondern musste den direkten, gefährlicheren Weg wählen."

Der Südafrikaner de Villiers und der Amerikaner Mark Miller gingen die Marathon-Rallye viel abgebrühter als der heißblütige Iberer. "Giniel und Mark haben unsere Strategie durchgezogen, wonach man nicht unbedingt auf jeder Etappe den Tagessieg schaffen muss", meinte Nissen. "In der ersten Rallye-Hälfte mussten wir an ihren Autos im Biwak immer nur tanken und die Räder wechseln." Und auch in der zweiten Woche zeigten sich Autos und Fahrer von ihrer besten Seite.

Nach dem triumphalen Einzug in Buenos Aires fragen sich alle im Dakar-Tross: Macht VW weiter? "In zwei oder drei Wochen steht unser Motorsportprogramm", sagte Sportchef Nissen. "Ich kann erst dann etwas Konkretes sagen. Aber eines steht fest: Nach dem Erfolg bin ich auf dem Rückflug nach Europa viel ruhiger als früher bei der Heimreise aus Afrika."

Autor: Claus Mühlberger
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