GT-Sport: GT-Streit zwischen ACO und FIA eskaliert

24h Le Mans Ford GT

Der Le Mans-Veranstalter ACO hat bei seiner jährlichen Pressekonferenz die GT1-Rennwagen für seinen Geltungsbereich verbannt und damit die Forderung der im GT2-Bereich engagierten Fahrzeughersteller umgesetzt. Damit wird die GT2-Klasse zur Einheitsklasse in Le Mans.

Die Fahrzeughersteller setzen für die Zukunft ebenfalls auf das GT2-Reglement, während auf FIA-Ebene eine Weltmeisterschaft mit GT1-Wagen für private Teams und Tuner favorisiert wird.

Die FIA versucht derweil weiterhin, eine GT2-basierte Rennserie zu lancieren. Zu diesem Zweck wurde bereits im März nach Absage der GT2-EM ein Fragebogen an alle Hersteller verschickt. Vor dem 24h-Rennen in Le Mans lud die FIA vier Hersteller (Porsche, McLaren, Lotus und Ferrari) zu einem Gespräch nach Paris. Nur diese vier zeigten Interesse an den GT-Prototyp-Hybrid-Plänen der FIA. Die in Paris vertretenen Hersteller einigten sich auf mögliche Eckpfeiler eines GT-Hybrid-Reglements wie Gewicht, maximale Leistung des Hybridsystems, Kostenlimitierungen und Eckpunkte des Technikreglements.
 
Demnach soll auch auf FIA-Ebene das bestehende GT2-Reglement als Ausgangsbasis verwendet werden. Die FIA lud zu dem Treffen keine Vertreter von Aston Martin, General Motors, BMW oder Jaguar ein, noch waren Vertreter des ACO zugegen. Der ACO steht auf dem Standpunkt, Hybridtechnik in GT-Rennwagen soll nur dann erlaubt werden, wenn sie bereits in den Straßenautos verbaut ist. Ein GT-Prototypen-Reglement lehnt der ACO ab. Gleichzeitig lancieren die Franzosen aber mit dem Intercontinental Le Mans Cup (ILMC) 2011 eine an die Hersteller addressierte Serie, die wie eine Mini-WM funktionieren soll. Parallel wächst der politische Druck auf die Sportwagenhersteller, CO2-Emissionen und Verbräuche der Straßensportwagen zu reduzieren.

In Amerika wird erwogen, die konzernübergreifenden Flottenverbräuche zu verwerfen - und jeden Hersteller separat auf Höchstgrenzen zu verpflichten. Damit steigt der Druck, bei Sportwagen Effizienztechnologien einzuführen. Aus diesem Grund will IMSA den Porsche 911 GT3R Hybrid beim ALMS-Rennen in Road Atlanta zulassen. IMSA hofft außerdem, dass Porsche 2011 mehr ALMS-Rennen mit dem Hybrid-Renner bestreiten wird.

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SPORT AUTO, Heft 7 / 2010

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