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sport auto-Zeitschrift 08-2010

Porsche mit 911 GT3 R Hybrid beim 24h-Rennen Nürburgring

Porsche GT3-Rennwagen mit Hybridantrieb

Porsche setzt im Motorsport auf Strom und baut einen 911 GT3 R-Rennwagen mit innovativem Hybridantrieb. Nach der Premiere auf dem Genfer Automobilsalon soll der Hybrid-Renner in der VLN und dem 24h-Rennen auf dem Nürburgring 2010 an den Start gehen.


Bilder
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Foto: Porsche

Porsche will im GT-Sport einen Rennwagen mit Hybridtechnologie einsetzen.

Porsche will im GT-Sport einen Rennwagen mit Hybridtechnologie einsetzen.

Statt eines elektrischen Akkus - wie bei anderen Hybridmodellen üblich - speichert der Rennwagen die Energie mechanisch in Form von Rotationsenergie in einem Schwungrad.

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Der Hybrid-GT3 leistet zusätzlich 163 PS
 
Als Basis dient das neue Kundensportmodell GT3 R der Motorsport-Saison 2010, das auf dem internationalen FIA-GT3-Reglement basiert. Angetrieben wird der Rennwagen von einem Vierliter-Sechszylinder-Boxermotor mit 480 PS. Im Hybridmodell treiben zudem zwei Elektromotoren die Antriebswellen der Vorderachse an. Zusammengenommen stehen dadurch zusätzlich bis zu 120 Kilowatt, also 163 PS, zur Verfügung.
 
Flywheel dient im Porsche GT3 R Hybrid als Energiespeicher
 
Die Energie liefert ein Schwungrad, das mit bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute rotiert. Auf Touren bringt es die Rückgewinnung von Bremsenergie. Dafür arbeiten im Schubbetrieb die beiden E-Maschinen an der Vorderachse als Generatoren und speisen einen weiteren Elektromotor, der seinerseits das Schwungrad antreibt. Dieses so genannte Flywheel rotiert in einem Vakuum-Kasten in Fußballgröße, der am Wagenboden auf der Beifahrerseite montiert ist.
 
Der Energiespeicher wiegt lediglich 40 Kilogramm und bringt es zusammen mit dem gesamten Hybridsystem auf nur 130 Kilogramm Zusatzgewicht. Ein alternatives Akku-Speichersystem wäre schwerer und nicht optimal für den Motorsport geeignet, wie der Leiter von Porsche Motorsport, Hartmut Kristen, erklärt: "Im Rennsport ist hohe Leistungsdichte gefragt und weniger hohe Energiedichte."

Die gespeicherte Rotationsenergie kann bei Bedarf abgerufen werden, indem das Schwungrad im Generatorbetrieb elektromagnetisch abgebremst wird und die Elektromotoren antreibt. Allerdings steht die Zusatzleistung maximal für sechs bis acht Sekunden zur Verfügung, sollte aber ausreichen, um ein Überholmanöver zu starten. Zudem kann der Hybridantrieb nicht nur leistungs-, sondern auch verbrauchsorientiert eingesetzt werden und damit die Effizienz des 911 GT3 R Hybrid steigern, zum Beispiel durch ein geringeres Tankgewicht oder spätere Boxenstopps.

Vom Race-Lab zum 24h-Rennen
 
"Der Hybrid-Rennwagen verbindet Effizienz und Performance auf intelligente Weise", so Porsche-Sportchef Kristen. "Die Entwicklung erfolgt auf Porsche-Art. Auf der Rennstrecke, wir nennen das Race-Lab. So erproben wir unter härtesten Bedingungen neue Technologien für künftige Straßenautos." Erste Testrennen sind für April angesetzt und die Standfestigkeit des Hybrid-911ers soll beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring demonstriert werden.

Beim Langstreckenklassiker in der Eifel tritt Porsche ebenfalls mit einem 911 GT3 RS an, der von sport auto und Walter Röhrl pilotiert wird. Weitere Informationen finden Sie im Spezial 24h-Rennen Nürburgring.


24h-Rennen Nürburgring
Autor: Carsten Rose
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TM80 TM80 » 12.02.2010, 21:12 Uhr  #4

Da ich nun auf verschiedensten Seiten gelesen habe, dass es sich um das Williams-System handeln soll, würde mich interessieren, ob es tatsächlich so ist.

Allerdings verstehe ich nicht, warum SportAuto, falls es so wäre, unbedingt berichten MUSS, dass es sich um eben dieses System handelt. Vielleicht ist auch nur das Prinzip das gleiche.

Mir ist es letztlich egal von wem das System ist. Angeblich soll das Williams-System ja recht gut funktioniert haben, von daher wäre es ein nachvollziehbarer Schritt seitens Porsche ein funktionierendes System einzukaufen, anstatt es selber entwicklen zu müssen.

Diffusor Diffusor » 12.02.2010, 19:34 Uhr  #3

Langsam werde ich sauer. Wie schon das Schwesterblat AMS, so verschweigt auch Sport Auto, dass dieses System von Williams F1 entwickelt und von Porsche übernommen wurde. Warum agiert Sport Auto so? Habt ihr das nötig? Schon im alten Rom sagte man "Ehre, wem Ehre gebürt". Schämt Euch!

schmitke schmitke » 11.02.2010, 20:33 Uhr  #2

ich kann diesen hybrid mist nicht mehr höhren!
was ist nur aus den guten-motorsport geworden wo man noch "material" höhrte und riechen kann.
nee- mit dem öko sport will ich nix zu tun haben!!!

grusss

TM80 TM80 » 11.02.2010, 17:40 Uhr  #1

Bin mal gespannt, wie sich das System im Vgl. zu den Standard GT3 R's schlägt, ob sich möglicherweise 1 Extrarunde Nordschleife+GP-Kurs fahren lässt oder ob der Verbrauchsvorteil durch das Mehrgewicht direkt wieder aufgefressen wird.

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