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Das 24-Stunden-Rennen 2009 ist Geschichte. Doch der Langstrecken-Klassiker in der Grünen Hölle 2009 wird noch lange in Erinnerung bleiben. 235.000 Fans rund um die Nordschleife wurde packender Motorsport und neue Rekorde geboten.
Mit Manthey-Motorsport siegte zum ersten Mal in der 39-jährigen Historie des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring ein Team zum vierten Mal in Folge. Auch die Werks-Armada von vier Audi R8 LMS konnte die nun schon seit 2006 andauernde Porsche-Siegesserie nicht bremsen. Dabei verbesserte der gelb-grüne Manthey-Porsche außerdem seinen Distanz-Rekord aus dem Jahr 2006 um 101 auf 3.933 Kilometer.
155 Runden für den Sieg
Nach 155 Runden rauschte das Fahrer-Quartett Timo Bernhard, Marc Lieb, Romain Dumas und Marcel Tiemann um exakt 16:08 Uhr über die Ziellinie. Bernhard und Tiemann sind damit die ersten Piloten, die das 24-Stunden-Rennen zum vierten Mal in Folge gewonnen haben. Der Manthey-Triumph kürt Marcel Tiemann außerdem zum erfolgreichsten Fahrer beim 24-Stunden-Rennen. Der Porsche-Pilot feierte bereits seinen fünften Gesamtsieg.
Zahlreiche Führungswechsel gegen Langeweile
Doch die 37. Auflage des Eifel-Rennens war von Beginn an alles andere als eine reine Porsche-Show. Insgesamt gab es 23 Führungswechsel in der Gesamtwertung. Nach einer starken Leistung im Zeittraining hatte sich der Ford GT von Raeder Motorsport die Pole Position gesichert. Auch nach der Einführungsrunde behauptete der orange GT mit der Startnummer 40 die Führung.
Nach spektakulären Duellen mit dem Manthey-Porsche in der Anfangsphase fiel der GT jedoch zurück und später wegen eines Motorschadens ganz aus. Auch danach blieb es spannend und kein Fahrzeug aus der Spitzengruppe konnte sich absetzen. Immer wieder wechselte die Führung zwischen dem Phoenix-R8 von Marc Basseng, Marcel Fässler, Mike Rockenfeller und Frank Stippler sowie dem Manthey-Porsche mit der Startnummer eins.

24h-Rennen · Nürburgring · Team · Fahrer · Ergebnis · Höhepunkt · Rekorde
Profipiloten vs. prominente Hobby-Fahrer
Wie jedes Jahr gingen nicht nur Werksfahrer und Profi-Rennfahrer auf der Nordschleife an den Start. Insgesamt starteten 663 Fahrer aus 32 Nationen. Aston Martin-Chef Ulrich Bez pilotierte einen Aston Martin V12 Vantage. VW-Technikvorstand Ulrich Hackenberg fuhr gemeinsam mit auto motor und sport-Chefredakteur Bernd Ostmann auf einem Scirocco GT24-CNG mit Erdgas-Antrieb und sicherte sich Platz zwei in der Klasse der alternativen Antriebe.
Auch Toyota-Präsident und Gründerenkel Akio Toyoda startete unter dem Pseudonym "Morizo" auf einem Lexus LF-A. Neben Prominenz aus der Automobilindustrie traten auch verschiedene Sportler aus anderen Sportarten, wie beispielsweise Ex-Radprofi Jan Ullrich oder Mountainbike-Weltcupsieger Mike Kluge an.
Große Markenvielfalt und neue Fahrzeuge
Genauso zahlreich wie die Teilnehmerzahl war auch die Markenvielfalt der Teilnehmerfahrzeuge. Von A wie Aston Martin bis V wie Volkswagen waren 22 verschiedene Marken gemeldet. Ganz vorne: BMW mit 68 Fahrzeugen, vor Porsche (29) und 11 Teams mit Honda-Rennwagen. Auch die Reglement-Änderungen haben sich positiv auf das Starterfeld ausgewirkt. Mit 23 Fahrzeugen war die SP9 GT3 die größte Klasse und zog attraktive Fahrzeuge wie den Ford GT, den BMW Alpina B6 oder die Dodge Viper GT3 an.
Drift Challenge und interessante Rahmenserien
Doch nicht nur packender Rennsport wurde den offiziell 235.000 Zuschauern am Nürburgring geboten. Nach dem Motto Quer geht mehr zeigten 25 Drifter bei der Drift Challenge in der Müllenbachschleife am Freitagabend vor dem Rennstart eine spektakuläre Show. Harald Pohl startete im 190er Mercedes als Erster bei der von DSK und sport auto organisierten Veranstaltung. Aus der sport auto-Redaktion zeigte Uwe Sener im BMW E36 Kompressor sein Können.
Mit abenteuerlichen Driftwinkeln und qualmenden Reifen sorgten die Drifter beim Publikum auf den voll besetzten Tribünen für große Begeisterung. Rapper Smudo heizte bei der Drift-Show als Streckensprecher ein. Im Rahmenprogramm wurde nicht nur die Drift-Challenge geboten. Neben der Fahrerparade und den traditionellen Adenauer Racing Days konnten die Fans auch in den Rahmenserien wie dem ATS Formel 3 Cup, der Formel Masters und der 24h-Classic moderne, aber auch historische Rennfahrzeuge bestaunen.
Da ich die Veranstaltung sowohl "life" als auch teilweise am Fernseher verfolge wäre es wünschens-
wert, wenn die für die Regie Verantwortlichen sich nicht nur um die ersten Plätze kümmern würden
sondern auch einmal die Positionen im Mittelfeld und im hinteren Teil des Feldes einfangen. Auch hier
finden spannende Positionskämpfe statt, weil auch die nicht werksunterstützten Teams (Fahrer wie
Mechaniker) das Letzte aus sich und dem Auto heraus holen.
Danke !
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