11 bis 13 Uhr 24-Stunden-Rennen 2009: Dramen an der Box

Bei einem Boxenstopp gegen 11.00 Uhr hatte der Manthey-Porsche Nr. 1 zwar die Führung verloren, doch das Team der Vorjahressieger konterte mit der schnellsten Rennrunde: 8:39.638 Minuten.

Drama an der Box

Um 11.20 Uhr dann geschockte Gesichter an der Phoenix-Box, als der Audi Nr. 99 in langsamer Fahrt auf der Nordschleife gesichtet wurde. Der Audi R8 LMS rollt schließlich ohne Vortrieb an der Auffahrt zur Hohen Acht aus.
 
Nur 20 Minuten später wurde auch von der Manthey-Box ein Drama gemeldet, als am zu diesem Zeitpunkt zweitplatzierten "Cup S"-911er (Nr. 2) bei einem Routinestopp ein Antriebswellendefekt festgestellt wurde. Die über 20minütige Reparatur kostete das Team den zweiten Platz.
 
Die neue Konstellation an der Spitze des Feldes: Die Vorjahressieger (Nr. 1) führen vor dem Abt-Sportsline-R8 (Nr. 97), das zweite Manthey-Fahrzeug (Nr. 2) liegt an dritter Position.

# 1 (Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann) Porsche 911 GT3-RSR
12:10 Uhr: Timo Bernhard: „Es ist super, dass wir jetzt auf Platz 1 liegen. Wir konnten die Lücke schon aus eigener Kraft verkleinern, aber auf diese Weise war es natürlich einfacher für uns. Sonst wäre es ganz schön eng geworden. Jedenfalls war es spannend, und das Rennen glich bisher eher einem 24-Stunden-Sprint.“
 
# 2 (Collard / Henzler / Lietz / Werner) Porsche 911 GT3 Cup S
11:45 Uhr: Emmanuel Collard: „Ich kam zu einem routinemäßigen Reifenwechselstopp an die Box. Dabei hat das Team einen Schaden an einer Antriebswelle festgestellt. Nun versuchen die Mechaniker das Problem zu beheben.“
 
# 3 (Schmitz / Abbelen / Althof / Heyer) Porsche 997
11:55 Uhr: Dr. Edgar Althof kommt mit einem Reifenschaden an die Box gehumpelt: „Ich merkte schon während meines Stints, dass die Reifen nachlassen. Da gab es an der Hohen Acht plötzlich einen Schlag und der Reifen hinten rechts war geplatzt. Ich musste von dort in langsamer Fahrt zurück an die Box und hoffe, dass nicht all zu viel kaputt gegangen ist.“
 
# 4 (Kräling / Gindorf / Scharmach / Holzer) Porsche 911 GT3
11:30 Uhr: Marc Gindorf: „Schade, dass wir heute Nacht so viel Zeit verloren haben, sonst wären wir noch weiter vorne. Vielleicht hätten wir sogar den Erfolg aus 2008 wiederholen können. Aber wer weiß was noch geschieht: Das Rennen dauert ja noch lange. Durch das kleinere Starterfeld war es angenehmer, in der Nacht zu fahren.“
12:50 Uhr: Frank Kräling: „Aus eigener Kraft kommen wir nicht weiter nach vorne. Wir müssen hinterherfahren – aber das gelingt uns ganz gut.“
 
# 5 (Weiss / Pietsch / Jacobs / Ragginger) Porsche 911 GT3
# 21 (Riebensahm / Kohlhaas / Gerhard / ) Dodge Viper GT3
11:22 Uhr: Kollision zwischen dem Wochenspiegel-Porsche # 5 und der Mintgen-Viper # 21 in der Ford-Kurve. Beide Fahrzeuge sind stark beschädigt und können das Rennen nicht fortsetzen
 
# 19 (Mamerow / Bergmeister / Franchitti / Mamerow) Porsche 911 GT3 Cup S
11:40 Uhr: Marino Franchitti ist im Porsche 911 Cup S mit einem Reifenschaden hinten rechts in langsamer Fahrt unterwegs. An der Box diagnostiziert das Team einen Radlagerschaden, der eine aufwändige Reparatur notwendig macht. Das Team verliert mehr als eine Stunde an der Box.
 
# 97 (Abt / Hemroulle / Kaffer / Luhr) Audi R8 LMS
12:23 Uhr: Christian Abt: „Das habe ich noch nie erlebt: Das ist ja mittlerweile ein über 20stündiges Sprintrennen. Ich habe meine Jungs jetzt gebeten, ein wenig Speed herauszunehmen, damit nicht noch etwas passiert.“
12.55 Uhr: Lucas Luhr: „Es wäre klasse, wenn das Ergebnis so bliebe. Toi toi toi: Das Auto läuft gut.“
 
# 98 (Stuck / Biela / Pirro / Fässler) Audi R8 LMS
12:21 Uhr: Dem R8 des routinierten Fahrerquartetts fehlen der erste und zweite Gang.
 
# 99 (Basseng / Fässler / Rockenfeller / Stippler) Audi R8 LMS
11:19 Uhr: Der R8 wird in langsamer Fahrt am Kesselchen gesichtet und bleibt schließlich auf der Anfahrt zur Hohen Acht stehen.
Frank Stippler: „Wir haben über Funk gehört, dass Späne in der Felge sind. Noch kann sich niemand erklären, woher die stammen und ob der Schaden zu reparieren ist. Wir würden natürlich gerne das Rennen noch zu Ende fahren. Schade – mit dem Gesamtsieg ist es jetzt auf jeden Fall vorbei.“
12:20 Uhr: Der Audi wurde an der Strecke repariert, nun kann Frank Stippler nach einem Check-up an der Box weiterfahren.
Mike Rockenfeller: „Im Streckenabschnitt Kallenhart wurde das Auto schlagartig instabil. Ich hatte Glück, dass es an einer relativ langsamen Stelle geschah. So konnte ich den R8 noch abfangen. Zuerst dachte ich an einen Reifenschaden. Als ich dann ausstieg habe ich gesehen, dass das hintere rechte Rad schräg im Radkasten stand. Mein Fahrzeug wurde dann bis zum Pflanzgarten geschleppt, wo unsere Mechaniker das Radlager sowie die Antriebswelle hinten rechts gewechselt haben. Dann konnte ich zur Box zurückfahren.“

Das 24h-Rennen endet am Sonntag, den 24. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Während dem ganzen Rennen können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24h-Rennen Nürburgring 2009
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