16 bis 17 Uhr 24-Stunden-Rennen 2009: Rennen beginnt mit spannenden Zweikämpfen

Mit einem spektakulären Vollgas-Duell begann die 37. Auflage des 24h-Rennens auf dem Nürburgring 2009. Für die Polesetter des Raeder-Teams ging Dirk Adorf als Startfahrer im Ford GT als Führender auf die Tour durch die "Grüne Hölle", nachdem er sich beim Start gegen die Vorjahressieger und Trainings-Zweiten von Manthey Racing hatte durchsetzen können.

Vorjahressieger Marc Lieb pilotierte den Porsche 911 GT3 RSR des Bonner Teams und lieferte sich auf den ersten Runden des Endurance-Klassikers einen atemberaubenden Fight um die Führung. Mit teilweise wenigen Zentimetern Abstand hetzten die beiden Führenden um die 25,378 Kilometer lange Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nürburgring-Nordschleife und bauten ihren Vorsprung zwischenzeitlich auf über 14 Sekunden aus.

Führungswechsel in Runde sechs

In Führung liegend fiel Ford-Pilot Adorf in der sechsten Runde nach einer leichten Berührung und einem anschließenden Dreher zurück. Der Manthey-Porsche (Nr. 1) übernahm die Führung vor dem Phoenix-Audi (Nr. 99) und dem zweiten von Manthey eingesetzten Porsche (Nr. 2).

Auch hinter dem Spitzenduo entbrannte schon zu Beginn ein harter Kampf um die Plätze in der Spitzengruppe. Konnte sich der zweite Manthey-Porsche (911 GT3 Cup S, Start-Nr. 2) mit Startfahrer Emmanuel Collard beim Start bis auf den dritten Platz verbessern, schlug hier die Stunde der Audi-Equipe: Phoenix-Racing und Abt Sportsline (Start-Nummern 99 und 97) eroberten nach einem Sekundenduell mit dem Manthey-Cup S die Positionen drei und vier zurück.

Ausgeglichene Performance der Spitzenmannschaften

Der beinharte Sprint zu Rennbeginn wurde durch die erste Boxenstopp-Phase nach einer Stunde beendet: Alle elf führenden Teams liefen kurz nach 17.00 Uhr die Boxen an oder befanden sich in der Out-Lap - auch dies ein Zeichen für die extrem ausgeglichene Performance der Spitzenmannschaften. Einen minimalen Vorteil konnte sich das Manthey-Team dabei erarbeiten, denn der ebenfalls von den Bonnern eingesetzte "Wochenspiegel-Porsche" 911 GT3 mit Georg Weiss, Peter-Paul Pietsch, Micahel Jacos und Martin Ragginger (Start-Nr. 5) hatte sich nach den Boxenstopps vor die beiden Audi geschoben und die zweite Position erobert.

Bereits in der ersten Runde musste Mattias Ekström eine ungeplante Pause am Streckenrand einlegen: Der Motor des Audi R8 LMS verweigerte seinen Dienst, nachdem ein Konkurrent ihn touchiert hatte. Erst nach knapp 30 Minuten konnte der Schwede das Rennen wieder fortsetzen.
 
# 25 (Engels / Schall / Rebhan / Stuck) BMW Alpina B6 GT3
Fahrzeug kommt nach dem Start und einer Runde auf dem Grand-Prix-Kurs an die Box. Teamchef Andreas Bovensiepen: „Uns ist das Gaspedal abgebrochen. Das ist ärgerlich, aber wir bekommen das wieder hin.“
 
# 31 (Beil / Fischer / Seefried / Coronel) Porsche 997
16:30 Uhr: Auf der Döttinger Höhe hat sich ein Schlauch gelöst, so dass der Porsche von Marco Seefried das komplette Wasser bis zum Stopp an der Box verliert.
 
# 36 (Ventura / Koster / Romanini / Joens) BMW E92 M3
16:39 Uhr: Fahrzeug kommt mit Christer Joens am Steuer in die Box. Das Team vermutet nach erster Analyse Hydraulikprobleme. Die Reparatur könnte bis zu fünf Stunden dauern.
 
# 40 (Tilke / Adorf / Hennerici / Mutsch) Ford GT
16:23 Uhr: Teamchef Nicki Raeder: „Die Schnappatmung habe ich hinter mir.“ 16:50 Uhr: Bei der Anfahrt zum Streckenabschnitt Hohe Acht berühren sich der Ford GT und die Startnummer 70 leicht. Adorf dreht sich und verliert Platz eins.
16:54 Uhr: Adorf kommt an die Box. Mutsch übernimmt das Steuer. Startfahrer Dirk Adorf: „Das war ein richtiger Highspeed-Dreher. Das zu überrundende Fahrzeug hat brav Platz gemacht. Leider gab dann eine ganz leichte Berührung, aber die hat gereicht. Ich habe mich gedreht, blieb entgegen der Fahrtrichtung stehen und konnte der Konkurrenz beim vorbeifahren in die Augen schauen. Kompliment an Marc Lieb, der von Beginn an sehr fair gefahren ist. In engen Kurven konnte er heranfahren und war auch beim Rausbeschleunigen schneller. Aber sonst lagen wir auf Augenhöhe.“
 
# 60 (Müller / Priaulx / Übler / Schurig) BMW M3 GT4
16:06 Uhr: Nach einer Kollision mit einem Konkurrenten kommt Jörg Müller an die Box. Die Spur wird neu eingestellt, dann geht es weiter.
 
# 64 (Ragazzi / Arlotti / Barbaro / Gini) BMW M3
16:58 Uhr: Barbaro hatte einen Unfall und steuert den BMW mit einem starken Heckschaden und defektem Rückfenster an die Box.
 
# 67 (Kikireshko / Onistrat / Wagner / Gorban) BMW E46 M3
16:26: Auto kommt mit drei Rädern rein, Schaden vorne rechts.
 
# 68 (Robson / Englerth / Wack / Holz ) BMW 130i
16:20 Uhr: Dem BMW 1er fehlt Leistung, das Auto nimmt kein Gas an. Das Team startet mit der Fehlersuche.
 
# 75 (Wölflick / Bressan / Klein / Scheerbarth) Ford Mondeo
Nach einer Runde GP-Kurs kommt Klein mit einem Reifenschaden hinten rechts an die Box.
 
# 98 (Stuck / Biela / Pirro / Fässler) Audi R8 LMS
3 Minuten Stop-and-Go-Strafe wegen Missachtung gelber Flaggen.
 
# 100 (Scheider / Werner / Ekström / Luhr) Audi R8 LMS
16:05 Uhr: Startfahrer Mattias Ekström ist in langsamer Fahrt auf der Nordschleife unterwegs und stellt den Audi R8 LMS an einem Posten auf der Quiddelbacher Höhe ab. Erst gegen 16:38 Uhr kann Ekström das Rennen wieder aufnehmen. In langsamer Fahrt tritt er den Weg zurück in die Box an.
 
# 109 (Pflanz / Platz / Wethmar / Kauffmann) Honda S2000
16:40 Uhr: Karl Pflanz kommt wegen Motoraussetzern am Honda an die Box.
 
# 128 (von Bohlen u. Halbach / Oestreich / Grohs / Hess) BMW Mini Cooper
Friedrich von Bohlen: Markus Oestreich ist gleich in der ersten Runde vor der Einfahrt Nordschleife mit einem BMW kollidiert. Der Mini schlug mit mehr als 100 km/h frontal in den Reifenstapel. Für uns ist das Rennen zu Ende. Wir packen ein.“


# 181 (Niemeyer / Zumtobel / Trinkl / Neuhauser) BMW M3 GT
16:30 Uhr: Erich Trinkl: „Ausgangs Galgenkopf habe ich festgestellt, dass der vierte Gang defekt ist. Ich habe dann zwischen den Gängen fünf und drei geschaltet, bis im Tiergarten auch der dritte Gang den Geist aufgab.“
 
# 183 (Wiskirchen / Welschar / Koch / Riemer) BMW E46 M3
16:38 Uhr: Fahrzeug steht nach Kollision an der Box, die Deformation am Heck wird mit einem Vorschlaghammer hingebogen.

Das 24h-Rennen endet am Sonntag, den 24. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Während dem ganzen Rennen können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24h-Rennen Nürburgring 2009
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