19 bis 21 Uhr 24-Stunden-Rennen 2009: Sparsamkeit bringt Vorteile

Die vorderen Positionen bei der diesjährigen Auflage des 24h-Rennens scheinen - zumindest vorerst - bezogen.

Nach fünf Stunden Renndistanz und 33 absolvierten Runden führte weiterhin der Audi R8 LMS (Nr. 99) von Phoenix-Racing, der im Gegensatz zur Konkurrenz eine Runde mehr pro Stint fahren kann und damit seinen Vorsprung kontinuierlich ausbaut.
 
Dahinter die beiden Porsche von Manthey-Racing (Nr. 1 und Nr. 2), die sich ihren Weg rund um die Nürburgring-Nordschleife im Paarlauf bahnten. Der zwischenzeitlich auf fast eine Minute angewachsene Vorsprung der Phoenix-Mannschaft auf das Manthey-Duo schrumpfte bis 21 Uhr allerdings wieder auf weniger als zehn Sekunden. Hinter Christian Abt, Jean-Francois Hemroulle, Pierre Kaffer und Lucas Luhr im Abt-Audi (Nr. 97) auf Rang vier lag bei Einbruch der Dunkelheit das von Schubert-Motorsport eingesetzte BMW Z4 M-Coupé. Vom 17. Platz aus ins Rennen gestartet, konnten sich Claudia Hürtgen, Stian Sorlie, Augusto Farfus und Dirk Müller um zwölf Positionen verbessern.
 
Der Ford GT des Raeder-Teams konnte sich mit konstanten Rundenzeiten ebenfalls wieder nach vorne arbeiten: Durch den Dreher in der ersten Rennstunde hatte das Raeder-Team viele Positionen verloren. Gegen 21 Uhr lag der GT wieder auf dem zwölften Platz im Gesamtklassement.

# 1 (Bernhard / Lieb / Dumas / Tiemann) Porsche 911 GT3-RSR
19:50 Uhr: Marcel Tiemann übernimmt den Porsche von Romain Dumas.
Dumas: „Zu Beginn meines Turns herrschte auf der Strecke viel Betrieb. Dabei habe ich viel Zeit verloren. Als ich dachte jetzt könnte ich richtig Gas geben, war der Tank fast leer – und ich musste schon zum Boxenstopp reinkommen.“
 
# 2 (Collard / Henzler / Lietz / Werner) Porsche 911 GT3  Cup S
19:33 Uhr: Fahrerwechsel: Wolf Henzler übernimmt das Steuer von Richard Lietz.
Lietz: „Jetzt habe ich meinen ersten Turn bei meinem ersten 24h-Rennen auf dem Nürburg­ring hinter mir. Es hat Spaß gemacht, war aber schwierig, weil es zwei Baustellen gab. Das hatte ich vorher noch nicht erlebt, schließlich gibt es so etwas bei Rennen auf anderen Strecken nicht.“
 
# 3 (Schmitz / Abbelen / Althof / Heyer) Porsche 997 
20:30 Uhr: Sabine Schmitz: „Wir hatten zwischenzeitlich einen Sicherheitsstopp eingelegt, haben aber nichts ungewöhnliches an unserem Porsche finden können. Alles läuft einwandfrei. Nun kümmere ich mich erst mal darum, dass meine Jungs etwas zu Essen bekommen.“
 
# 6 (Alzen / Menzel / Schwager / Fricke) Porsche 911 GT3  
19:45 Uhr: Der Porsche von Jürgen Alzen liegt auf Rang sechs, der Porsche von Uwe Alzen einen Platz dahinter. Jürgen Alzen: „Das Schlagwort ,Bruderduell’ kannst Du vergessen. Uwe ist ein Mitbewerber wie jeder andere. Da muss man Familie und Business strikt trennen. Ich denke, Uwe sieht das ähnlich.“
20:10 Uhr: Florian Fricke: „Wir kommen gut durch den Verkehr und sind sehr zufrieden. Wir wollen unsere Rundenzeiten halten und durch die Nacht rollen. Im Auto ist es extrem heiß, das strengt enorm an.“
 
# 7 (Bez / Poritt / Meaden / Mathai) Aston Martin V12 Vantage
20:35 Uhr: Dr. Bez nach seinem Stint: „Wir haben ein ‚saugutes‘ Straßenfahrzeug gebaut, dass sich aktuell im Renneinsatz beweist. Wir sind mit der Performance absolut zufrieden. Wichtig ist es, zu Ende zu fahren. In meinem Stint hatte ich eine kleine Kollision – dabei ist jedoch nichts an unserem Auto passiert.“
 
# 12 (Renger / Rehfeld / Kissling / Strycek) Chevrolet Corvette C6
20:38 Uhr: Routinestopp, Strycek übernimmt von Rehfeld: „Ich bin meinen zweiten Stint gefahren. Im Auto war es verdammt heiß. Wir haben nun endlich eine ordentliche Balance gefunden und können mit unseren Rundenzeiten zufrieden sein. Die Kissling-Jungs hängen sich wirklich extrem rein.“
 
# 19 (Mamerow / Bergmeister / Franchitti / Mamerow) Porsche 911 GT3 Cup S
20:44 Uhr: Teamchef Peter Mamerow: „Ich habe meinen Fahrern gesagt, sie sollen vor allem beim Überrunden extrem aufpassen. Ein unplanmäßiger Boxenstopp kostet nur unnötig Zeit. Wir haben uns bewusst für 1.250 Kilogramm Gewicht und einen 100-Liter-Tank entschieden. Das spart uns am Ende zwei komplette Stopps.“
 
# 21 (Riebensahm / Kohlhaas / Gerhard / ) Dodge Viper GT3
20:42 Uhr: Riebensahm: „Bei uns läuft alles nach Plan. Wir mussten früh die Bremsbeläge wechseln, haben jetzt aber eine gute Bremsbalance gefunden und optimieren unsere Viper Schritt für Schritt weiter. Unsere Zeiten sind in Ordnung, wir halten uns allerdings bewusst etwas zurück, um das Material zu schonen.“
 
# 40 (Tilke / Adorf / Hennerici / Mutsch) Ford GT
19:14 Uhr: Hermann Tilke steigt aus, Marc Hennerici ein.
Tilke: „Wegen Unfällen wurde entlang der Strecke an zwei Stellen die Leitplanke repariert. Dabei musste ich in einer Passage mit zwei Rädern über den Grünstreifen. Aber die Passagen waren sehr gut mit Markierungskegeln gekennzeichnet – deshalb war das überhaupt kein Problem.“
20:40 Uhr: Dirk Adorf übernimmt den GT planmäßig von Hennerici. Teamchef Raeder: „Wir lassen von nun an rollen und fahren kontrolliert eine ähnliche Pace wie die Spitze. Zu Beginn des Rennens haben wir gezeigt, was geht.“
 
# 67 (Kikireshko / Onistrat / Wagner / Gorban) BMW E46 M3
19:06 Uhr: Stop & Go Strafe (1 Minute)
 
# 94 (Weiland / Wirtz / Maher / Schiller) Porsche 997 GT3 Cup
19:12 Uhr: Die Mechaniker stehen nach einem Einschlag vor einer aufwändigeren Reparatur des Porsche, der vorne links stark beschädigt ist.
 
# 99 (Basseng / Fässler / Rockenfeller / Stippler) Audi R8 LMS
20:51 Uhr: Mike Rockenfeller: „Es sieht im Moment ganz gut aus für uns. Marc hat in seinem Stint 40 Sekunden Vorsprung herausgeholt. Das Auto läuft problemlos und macht Spaß zu fahren. Mal abwarten, was über die Distanz geht. Ich hoffe, dass es trocken bleibt, im Regen wird es für uns etwas schwieriger.“
 
# 105 (Schmid / Wassertheurer / Müllenmeister / Schlesack) Honda Civic Type
19:25 Uhr: Anja Wassertheurer: „Das Auto hat im Karussell aufgesetzt, als Daniela Schmid auf der Strecke war. Dabei wurde das Getriebe beschädigt und ein Teil ist in den Geschwindigkeitssensor geflogen. Wir müssen Getriebe und Antriebswelle tauschen. Normalerweise dauert es circa 35 Minuten eine Antriebswelle zu wechseln, aber dieses Exemplar wollte einfach nicht raus. Wir stehen bestimmt eine gefühlte Stunde, können aber hoffentlich in den nächsten Minuten wieder rausfahren.“
 
# 117 (Sainz / Simon  / Depping / Kaufmann) VW Scirocco
19:58 Uhr: Carlos Sainz: „Es läuft wirklich gut für uns. Ich kann das Rennen in diesem Jahr richtig genießen und bin auch besser vorbereitet als im vergangenen Jahr. Platz 23 im Gesamtklassement ist eine gute Basis.“

Das 24h-Rennen endet am Sonntag, den 24. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Während dem ganzen Rennen können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.

Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.

24h-Rennen Nürburgring 2009
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