Seit Rennstart am Samstagnachmittag gab es insgesamt 15 Führungswechsel. Uwe Alzen, Sascha Bert, Lance David Arnold und Christopher Mies konnten sich in der Nacht weiter nach vorne arbeiten und belegten um 7:00 Uhr den fünften Rang. Dabei profitierte der Betzdorfer auch von unplanmäßigen Reparaturen am Audi R8 LMS #(98) und dem Porsche von Jürgen Alzen (#6). Beide Teams verloren den Anschluss an die Spitze, belegten die Positionen zehn und zwölf. In den frühen Morgenstunden schieden der in Anfangsphase stark fahrende Ford GT der Raeder-Mannschaft (#40) und der "Eifelblitz" (#10) aus.
Stop-and-Go-Strafe für Manthey-Porsche
Um 2:04 Uhr in der Nacht wurde der Manthey-Porsche mit der Startnummer eins wegen Missachtung gelber Flaggen an einer Gefahrenstelle mit einer 3-minütigen Stop-and-Go-Strafe belegt, die Strafe später jedoch wieder zurückgenommen. Dazu Rennleiter Walter Hornung: "Während einer längeren Gelbphase wegen notwendig gewordener Bauarbeiten in der NGK-Schikane bekamen wir eine Meldung der Streckenposten, dass das Fahrzeug mit der Nummer eins in dieser Passage zu schnell gefahren sei. Daraufhin haben wir - wie im Reglement vorgesehen - eine Stop-and-go-Strafe von drei Minuten ausgesprochen. Das Team hat sich dann bei uns gemeldet und darauf hingewiesen, dass die teaminterne Datenaufzeichnung eine geringe Geschwindigkeit zeige. Da wir über ADAC-eigene Data-Logger verfügen, haben wir beim nächsten Boxenstopp die Angaben des Teams überprüft und festgestellt, dass sich die gefahrene Geschwindigkeit im vertretbaren Rahmen befunden hat.
Daraufhin haben wir dem Team eine Zeitgutschrift über 3:26 Min. gewährt, um die verlorene Zeit wieder aufzuholen. Eines ist mir in dem Zusammenhang wichtig: Die Streckenposten, die sich im Gefahrenbereich befinden, haben natürlich keine Radarpistolen und können auch nicht die Datenaufzeichnung sehen. Sie erkennen aber eine subjektive Gefährdung, die ich völlig nachvollziehen kann. Dennoch hielte ich es für falsch, objektive Messmethoden, die uns zur Verfügung stehen, nicht zu nutzen."
# 6 (Alzen / Menzel / Schwager / Fricke) Porsche 911 GT3
In der Nacht ist an dem Porsche zwei Mal der Gaszug gerissen. Durch Reparatur und anschließenden Service hat das Team insgesamt rund 30 Minuten verloren.
# 10 (Viebahn / Forbes / Huisman / Hartung) BMW E46 M3 GTS
05:01 Uhr: Das Aus für den beliebten ‚Eifelblitz‘. Marko Hartung hat einen Unfall im Streckenabschnitt Fuchsröhre.
# 12 (Renger / Rehfeld / Kissling / Strycek) Chevrolet Corvette C6
00:12 Uhr: Planmäßiger Wechsel des Getriebeöls, Standzeit rund fünf Minuten.
# 40 (Tilke / Adorf / Hennerici / Mutsch) Ford GT
05:12 Uhr: Defekt an der Ölpumpe, kein Öldruck, möglicherweise Folgeschaden am Motor.
# 84 (Brandl / Kratz / Molnar / Ihle) Audi TT S
03:37 Uhr: Leitplankenkontakt im Streckenabschnitt Kallenhard. Fahrer Ihle schleppt sich in langsamer Fahrt an die Box. Das Team stellt starke Beschädigungen fest und entscheidet sich gegen eine Reparatur. Das Team beendet das Rennen vorzeitig.
# 98 (Stuck / Biela / Pirro / Fässler) Audi R8 LMS
In der Nacht wurde am Audi R8 der Kühler der Servopumpe getauscht.
Das 24h-Rennen endet am Sonntag, den 24. Mai, um 16.00 Uhr (siehe Zeitplan). Während dem ganzen Rennen können Sie den kostenlosen Live-Stream auf sportauto-online.de sehen.
Weitere Informationen finden Sie im sport auto-Spezial zum 24h-Rennen auf dem Nürburgring.






