Im Jahr 1999, mit dem ein Jahrtausend zu Ende ging, führte Porsche lange vor der offiziellen und hochgradig umstrittenen eine gänzlich unangefochtene hausinterne Rechtschreibreform durch: Die anno 1973 erstmals mit den Lettern RS, später auch RSR geadelten Sportmodelle der legendären Elfer-Baureihe firmieren seitdem unter dem Buchstaben-Ziffern-Kürzel GT3.
Beeindruckende Performance auf den Rennstrecken
Erster Träger des neuen Namens war der Porsche 911 des Typs 996 - unschwer zu erkennen an den ehedem viel geschmähten und alsbald abgeschafften Spiegeleier-Augen. Mit 1.391 Kilo Gewicht und 360 PS wartete der von einem rundlichen Doppelflügel am Heck und ebensolchen Schwellern gezierte Zweisitzer mit einer guten, aber nicht überlegen anmutenden Papierform auf.
Eine beeindruckende Performance zauberte er dennoch auf den Asphalt. Zwar zollte er sowohl auf dem Kleinen Kurs in Hockenheim als auch in den engeren Ecken der Nürburgring Nordschleife seinem sicherheitsbewussten Setup und der damit einhergehenden Untersteuerneigung Tribut.
Sportwagen bleibt seinem Grundkonzept treu
Für sich genommen waren die damals erzielten Rundenzeiten von 1.14,9 respektive 8.03 Minuten jedoch "aller Ehren wert", wie Supertest-Autor und sport auto-Chef Horst von Saurma in Ausgabe 8/1999 befand. Daran hat sich bis heute ebenso wenig geändert wie am seitdem treulich verfolgten Grundkonzept des Sportwagens.
Während andernorts leistungstechnisch ungehemmt aufgerüstet und munter zwischen verschiedenen Antriebskonzepten hin und her gehüpft wurde, blieb Porsche seiner Ur-Idee treu. Von 200 cm³ mehr Hubraum abgesehen ist auch beim neuen GT3 vom Typ 997 alles beim bewährten Alten geblieben. Zwar stehen dem sportlich orientierten Porsche-Eigner nunmehr 435 Pferdchen zu Gebote, und optisch wie fahrdynamisch kommt der Newcomer auch ein gutes Stück schärfer daher als sein Urahn.
Arbeiten am Detail stehen im Vordergrund
Aufladung oder eine illustre Zylinderzahl sind in der Weissacher Sportdependance, wo der GT3 auf die inzwischen 19 Zoll großen sportbereiften Räder gestellt wird, jedoch nach wie vor kein Thema. Gründliche Abstimmungsarbeit an der Fahrwerks- und Reifenfront hingegen schon.





