Passend zum Anspruch des Supertest führte sport auto den 36-Meter-Slalom ein. Analog zum kleinen Slalom stehen auch hier elf Pylonen, die es zu umfahren gilt. Wie dünn die Luft hier ist, zeigt die Differenz von gerade einmal sieben km/h zwischen dem ersten und letzten Platz.
Im Prinzip gelten die gleichen Grundregeln wie beim 18-Meter-Slalom. Die Reifen sind auch hier das A und O für eine gute Zeit, dicht gefolgt vom Fahrwerk und der Fahrwerksgeometrie. Grundsätzlich ist der große Slalom vom Anspruch her ein ganz anderes Kaliber.
Durch die höhere Geschwindigkeit wirken sich die Eigenschaften des Fahrwerks stärker aus. Im Vergleich zum zackigen Richtungswechsel beim 18-Meter-Slalom wirkt die Fahrt durch den 360 Meter langen Parcours fast wie in Zeitlupe. Doch jeder Übermut wird hier schnell bestraft, ein gefühlvolles Einlenken ist unabdingbar, um den Probanten sicher in der Spur zu halten. Das Fahrzeug legt eine größere Strecke bei jedem Richtungswechsel zurück, dabei hat die Karosserie mehr Zeit sich zu setzen, reagiert entsprechend empfindlicher bei erneuten Richtungswechsel. Der Wagen schaukelt sich schneller auf, besonders dann, wenn vom Grundkonzept das Fahrwerk eher neutral und gleichzeitig komfortorientiert ausgelegt ist.
Anhand des Alpina B6 S zeigt sich, dass mit einem Probanten, der von den Grundzügen dem Untersteuern zugeneigt ist, ein verlässlicher und ruhiger Gefährte im schnellen Slalom ist. Durch die stetig stabil liegende Hinterachse lässt es sich hervorragend mit dem Gas spielen, damit die Vorderachse bei den Richtungswechseln mehr Grip aufbauen kann. Damit wirkt man der Untersteuerneigung entgegen ohne in die Bredouille zu geraten, ein wild gewordenes Heck einfangen zu müssen.
Als weiteres Beispiel kann man die Supersportwagen aus dem Hause Porsche heranziehen. Der GT2 ist - in dem Umfeld der Topliste - stattliche zwei km/h langsamer als der GT3 oder GT3 RS. Der Grund hierfür ist in der etwas komfortableren Abstimmung des Fahrwerks zu suchen. Was auf der Nordschleife dem GT2 definitiv zum Vorteil gereicht kostet ihn in letzter Konsequenz genau diesen Rückstand im Slalom. Der GT3 liegt dagegen wie das sprichwörtliche Brett auf der Straße.
Sport auto-Online präsentiert an dieser Stelle die - aufgrund der Gleichstände - 27 schnellsten Fahrzeuge des 36-Meter-Slaloms.
| Platz | Fahrzeug | km/h |
|---|---|---|
| 1 | Porsche 911 GT3 RS | 141 |
| 1 | Porsche 911 GT3 | 141 |
| 3 | Porsche 911 GT2 | 139 |
| 3 | Porsche Carrera S Facelift | 139 |
| 5 | Koenigsegg CCR | 138 |
| 5 | BMW M3 | 138 |
| 7 | AC Schnitzer V8 Topster | 137 |
| 7 | Pagani Zonda F | 137 |
| 7 | Techart GTstreet | 137 |
| 7 | Mercedes CLK 63 AMG BS | 137 |
| 11 | Mercedes CLK DTM AMG | 136 |
| 11 | Porsche 911 Carrera S | 136 |
| 11 | Alpina Z4 Roadster | 136 |
| 11 | Porsche Boxster S | 136 |
| 11 | Lamborghini Gallardo SL | 136 |
| 11 | Lotus Exige S | 136 |
| 11 | Ferrari 430 Scuderia | 136 |
| 18 | BMW M3 CSL | 135 |
| 18 | Porsche Carrera GT | 135 |
| 18 | Audi RS4 | 135 |
| 21 | Porsche 911 GT3 RS (996) | 134 |
| 21 | Porsche Cayman S | 134 |
| 21 | Lamborghini Murciélago LP 640 | 134 |
| 21 | Porsche 911 Turbo (997) | 134 |
| 21 | Corvette Z06 | 134 |
| 21 | Ruf RT12 | 134 |
| 21 | Lamborghini Gallardo LP 560-4 | 134 |
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