Vom puristischen Sportcoupé über eine Kampfjet-Interpretation bis zum Luxus-Büro auf vier Rädern reicht die Bandbreite von sieben Tuning-Umbauten des Hyundai Genesis, die auf der US-Tuningmesse SEMA präsentiert werden.
Damit wollen die Koreaner für die US-Markteinführung des Mittelklassen-Modells 2009 werben. Denn erstmals bringen die Koreaner mit den Genesis-Modellen, die als Limousine und Coupé auf den Markt kommen, ein heckgetriebenes Fahrzeug an. Auf Basis des Zweitürers mit dem 2.0-Liter-Turbomotor hat der Tuner Rhys Millen Racing (RMR) ein Extrem-Umbau zum puristischen Rennwagen geschaffen.
Reinrassiger Sportwagen
Dafür wurde das "Art of Speed" getaufte Fahrzeug einer Diät unterzogen. Von der Motorhaube über das Dach und Heckdeckel bis zu den Türen besteht die Karosserie aus leichtem Kohlefaser-Material. Ein aerodynamisch optimiertes Bodykit inklusive Heckflügel bildet das Sport-Outfit. Im Innenraum befinden sich nur die nötigsten Rennsport-Accessoires wie Überrollkäfig, ein Sportschalensitz sowie die obligatorische Feuerlöschanlage. Für ein angemessenes Fahrverhalten sorgt das Sportfahrwerk mit den auf Ultraleicht-Felgen aufgezogenen Slicks. Ein größerer Turbolader bringt den Motor auf Trab, ein Wastegate und ein Blow-Off-Ventil ergänzen das Tuning unter der Haube.
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Tuner HKS zeigt auf der gleichen Basis ein weniger extrem ausgelegtes Sportcoupé. Das auf Leistung ausgelegte Konzept konzentriert sich vor allem auf den Motor. Ein neuer Turbolader, Ladeluftkühler, Carbon-Airbox und Sportabgasanlage sollen mehr Sportlichkeit bringen. Zusätzlich wird eine Front mit maximalem Luftdurchsatz gewählt sowie ein Sportfahrwerk in Kombination mit 19 Zöllern.
Inspiriert von einem Kampfjet
Der langjährige Hyundai-Tuner Shawn Williams hat sich für das Modell seiner Firma Street Concepts bei einem Kampfjet inspirieren lassen. Besonders Auffällig bei dieser Genesis-Interpretation ist der monströse Heckflügel und der Lack in Camouflage-Optik, der im Kontrast zu den rot getönten Scheinwerfern steht. Ebenfalls rote Akzente setzt ein Streifen auf den schwarzen 19 Zöllern, die vorne mit 245/35er und hinten mit 265/30er Pneus bestückt werden. Als Antrieb dient der serienmäßige 3.8-Liter-V6, der um eine neue Luftansaug- und Abgasanlage ergänzt rund 303 PS leistet.
Neben dem 4,66 Meter langen Coupé wurde auch die viertürige Limousine umgebaut. Dem serienmäßigen 4.6-Liter-V8 entlockt Tuner RKSport rund 455 PS. Das Karosserie-Paket orientiert sich an europäischen Modellen. Als sportliche Akzente wurden Luftschlitze in der Motorhaube integriert sowie eine Kofferraumdeckel-Spoilerlippe. Ein Sportfahrwerk und 20 Zoll-Mehrspeichenfelgen runden die Modifikationen ab.
Rollendes Büro
Auf die inneren Werte konzentriert sich das Rides Magazin bei der Genesis-Auslegung. So wurden zwei Mac Mini-Computer, ein MacBook Air, ein iPod Touch und iPhone sowie ein eigenes W-Lan-Netz im Fahrzeug integriert. Zusätzlich zu einem 20 Zoll-Monitor wurden in die Vordersitz-Kopfstützen 8,5 Zoll-Monitore eingebaut. Darunter befinden sich die ausklappbaren Tastaturen für die zwei Büro-Arbeitsplätze im Fond. Beim Exterior wurden Front und Heck neu gestaltet und um eine Vier-Rohr-Auspuffanlage ergänzt. Zusätzlich wurde das Fahrwerk tiefergelegt und die Limousine auf 22 Zöller gestellt.
Ein ähnliches Konzept verfolgt auch das DUB Magazin mit seinen zwei Genesis-Umbauten in Schwarz und Weiß. Die Innenräume werden von einer zweifarbigen Lederausstattung dominiert. Zum Multimedia-Paket gehören die Monitore in den Vordersitz-Kopfstützen sowie ein ausklappbarer 15 Zöller. Der Kofferraum wird einer High-End-Soundanlage geopfert Äußerlich fallen die großen 22 Zoll-Felgen auf.
Autor: Carsten Rose
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