Die Front des Bugatti Veyron glänzt im sanften Licht der Scheinwerfer. Das vergoldete Kleinod in der Form eines Hufeisens verliert sich in einem endlosen Meer aus Kohlefaser. Karbon, wohin das Auge blickt. Dieser Veyron zelebriert den Überfluss. Der Name: Vincerò d’Oro.
Kourosh Mansory, Gründer der gleichnamigen Manufaktur, liebt die Dekadenz: Er setzte bereits den Ferrari 599 GTB Fiorano aufwändig in Szene. Nun verleiht er dem Bugatti Veyron ein neues, extravagantes Kleid - und pfeift auf Zurückhaltung.
Integrierte Kupferfäden lassen Karbonkleid golden schimmern
Obwohl bereits die Serienversion des Bugatti Veyron Maßstäbe in Preis, Höchstgeschwindigkeit und Leistung setzt, verschreibt Mansory dem sündhaft teuren Sportwagen eine Generalinspektion. So erhält die Frontpartie ein umfangreiches Facelift, bestehend aus modifizierten Kotflügeln, einer verkürzten Fronthaube und einer markanten Frontschürze. Akzente setzen auch die in den Vorderbau integrierten LED-Tagfahrleuchten und das implementierte "V" als Hommage an den Namen Vincerò. Optisches und aero-dynamisches Bindeglied zwischen den Achsen bilden die neu entwickelten, massiven Seitenschweller.
Mansory Vincerò d'Oro schwelgt in Überfluss
Nahezu alle Karosseriekomponenten des Vincerò bestehen aus Karbon. Nomen est Omen: Ein integrierter Kupferfaden verleiht der Hülle des d‘Oro einen metallischen, goldenen Glanz. Goldene Akzente setzen auch Leichtmetallräder im Turbinendesign, der Bogengrill mit dem stilisierten V, die Türgriffe, Rückspiegel, selbst der Tankdeckel.
Nicht minder prunkvoll präsentiert sich das luxuriöse Interieur: Mansory verwandelt das gediegene Innenleben des Bugatti in ein mobiles Versailles. Dabei fließt in den Adern des Veyron ohnehin adliges Blut. Er entsteht bei Schloss Saint Jean in Molsheim. Doch erst die Mansory-Kur "vergoldet" die feudalen Gene. In Sitze, Türverkleidungen und Armaturenbrett werden LED-Elemente versteckt, die die Fahrgastzelle in goldenes Licht tauchen. Türverkleidungen und Mittelkonsole schimmern ebenso gülden wie Sitzbezüge und Lenkrad.
Understatement liegt Mansory offenbar fern. Dies gilt auch für die exotische Namensgebung. Er ist Puccinis Arie Nessun Dorma (ital.: niemand schlafe) entlehnt. Schlaflose Nächte wird der d'Oro vor allem solventen Kunden aus dem nahen Osten bereiten. Denn in Sachen Prunk konkurriert der Vincerò d’Oro auf Augenhöhe mit den Königshäusern des Orients.







