RUNDENZEIT KLEINER KURS HOCKENHEIM
Eine schwere Aufgabenstellung – insbesondere für den Bentley Continental GT. Mit 2,4 Tonnen Gewicht lassen sich auf dem Kleinen Kurs nun einmal keine Bäume ausreißen – 560 PS hin oder her. Mit 1.20,9 Minuten rangiert das ausnehmend gutmütige Luxuscoupé in etwa gleichauf mit dem Porsche Cayenne Turbo. Deutlich sportiver, wenngleich kaum minder narrensicher gerät der Auftritt des Aston Martin Vanquish S. Der Brite aus dem Ford-Konzern profitiert auf diesem Terrain vor allem von seiner direkten Lenkung und dem strafferen Fahrwerk.
AUF DEN PUNKT GEBRACHT
Konzeptionell unterscheiden sich die beiden Autos grundlegend: Allradantrieb und Biturboaufladung hier, Hinterradantrieb und Saugmotor da. Doch es gibt auch Gemeinsamkeiten.
Sechs, auf zwölf Zylinder verteilte Liter Hubraum zum Beispiel, oder durchaus ähnliche Lebensläufe, die mit der Eingliederung britischer Traditionsfirmen in multinationale Großkonzerne endeten. Wer aber baut nun das bessere Auto – Aston Martin unter Ford- oder Bentley unter VW-Regie? Die Antwort fällt schwer.
Betrachtet man die fahrdynamisch orientierte sport auto-Wertung, ist die Sache klar: Der Aston Martin Vanquish S geht aus dem Vergleich als klarer Sieger hervor. Die zupackendere Bremsanlage, das sportlichere Temperament und das deutlich bessere Leistungsgewicht bringen ihn nach vorn.
Der Bentley Continental GT kann lediglich unter Preis-/Leistungsaspekten punkten. Schlechter ist der Brite mit den Phaeton-Genen dennoch nicht – nur anders. Für sportliche Höchstleistungen ist der 2,4-Tonner nicht geschaffen, wohl aber für die genüssliche High-Speed-Hatz auf der Autobahn. Neidlose Bewunderung ernten und verdienen beide Autos.





