Sechs Reifen treten auf schwierigem Geläuf zum Test an
Mit der weißen Pracht ist nicht verlässlich zu rechnen. Wenn sie aber kommt, empfiehlt es sich, dafür optimal gewappnet zu sein. Welche Winterreifen in der Dimension 245/40-18 dafür am besten taugen, zeigt ein ausführlicher Vergleich sechs unterschiedlicher Fabrikate auf einem Audi TT 3.2 Quattro.
Ähnlich zahm und berechenbar lässt sich auch mit dem Vredestein der Grenzbereich erkunden. Seine gute Seitenführung verhilft dem Wintrac Xtreme sogar zur Bestzeit beim Handling. Die guten Traktions- und Verzögerungsleistungen tun ein Übriges, um den Niederländer bei den Schneeprüfungen für Rang drei zu qualifizieren. Nun tritt die mit Schnee bedeckte Fahrbahn mittlerweile in unseren Breitengraden nur noch rudimentär in Erscheinung. Mancher Autofahrer mag deswegen auf vorrangige Wintereigenschaften leichtsinnigerweise keinen gesteigerten Wert legen. Nässe jedoch ist uns auf jeden Fall sicher. Und auf nassem Geläuf tut sich tatsächlich wieder jenes Pärchen hervor, das bereits auf dem weißen Untergrund brillierte.
Der Goodyear und der Dunlop machen auch in den Disziplinen auf bewässerter Strecke die Sache unter sich aus. Mit dem Unterschied, dass nun der SP Winter Sport 3D sein mit reichlich Lamellen verzahntes Profil auf die oberste Stufe des Rankings hebt. In fünf von insgesamt sechs Kriterien erreicht der Dunlop maximale Punktzahl. Nur beim Aquaplaning schwächelt er. Aber was die Handlingzeit und die Fahrbarkeit auf nasser Strecke betrifft, macht ihm keiner etwas vor. Das Lenkgefühl zeigt sich exakt, das Fahrverhalten neutral mit einem sachten Übergang zum Schieben über alle Vier. Und auch die Verzögerungsleistung verdient höchstes Lob. Mit dem Goodyear bestückt bremst der Audi TT etwas schlechter. Auch lässt sich der Allradler nicht ganz so exakt dirigieren wie mit dem Dunlop. Und die Lastwechselreaktionen sind einen Tick mehr ausgeprägt. Aber dafür ist die Aquaplaningleistung absolut top.
In punkto Rundenzeit sind die drei Zehntelsekunden Rückstand nur ein Hauch. Zumal die restliche Konkurrenz weitaus deutlicher hinter dem Führungsduo herhinkt. Der Continental TS 810 Sport lässt als Dritter immerhin schon eine Kluft von zwei Sekunden aufkommen. Dabei liegen die Nässeeigenschaften des WinterContact trotzdem noch auf einem sehr guten Niveau. An ausreichend Lenkpräzision herrscht kein Mangel. Der Grenzbereich ist weit gesteckt. Allerdings reißt die Seitenführungskraft spät, aber relativ abrupt ab. Mit 88 von 100 möglichen Punkten hat der Continental Platz drei bei den Nass-Kriterien inne. Danach ist zunächst Pause.
Erst mit 66 Punkten folgt der Pirelli, der sich im acht Millimeter tiefen Aquaplaningbecken mit der niedrigsten Aufschwimmgeschwindigkeit präsentiert. Das grundsätzlich mäßige Gripniveau des Sottozero II geht mit einem wechselhaften Fahrverhalten einher. Gleiches Gebaren offenbart auch der Vredestein. Dem latenten Wechsel zwischen Unter- und Übersteuern ist nur schwer Herr zu werden. Hinzu kommen eine ebenso wenig überzeugende Aquaplaning- wie auch Bremsleistung. Ein noch etwas dürftigeres Gripniveau liefert nur noch der Michelin. Obgleich der Franzose zumindest beim Aquaplaningtest noch eine gute Figur abgeben kann.
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