Wir verlassen Schweden mit zwei überzeugenden Schneespezialisten - dem Continental Winter Contact TS 830 P und dem Goodyear Ultra Grip Performance 2, die beide Kopf an Kopf an der Spitze liegen. Doch wie sieht es auf nasser und trockener Strecke aus?
Erst der selektive, 1.100 Meter lange Handlingkurs fordert die Winterreifen dann schließlich in allen Belangen. Also so weit wie möglich raus mit den ESP-Angeln und rauf auf die kurvige Berg- und Tal-Bahn, die zu einer optimalen Vergleichbarkeit nach jedem Reifensatz wieder auf ein Neues präpariert wird. Bei minus zwölf Grad Celsius macht der Pirelli Sottozero Serie 2 zunächst die Pace. 78,7 Sekunden sagt die Stoppuhr, der subjektive Eindruck bleibt als grundsätzlich positiv haften. Erst spät reißt der Grip an der Hinterachse ab, und zwar in einer beherrschbaren Art und Weise. Wenngleich sich der Goodyear tatsächlich noch sanftmütiger präsentiert und sich absolut harmonisch und jederzeit berechenbar dem Grenzbereich nähert. Schneller als der Pirelli ist der Ultra Grip Performance deswegen aber nicht.
Der Dunlop geht auf die Strecke, setzt bezüglich der Rundenzeit kurzzeitig die Bestmarke. Allerdings erwartet der SP Wintersport 3D von seinem Lenker dann auch einen relativ großen Erfahrungsschatz. Latente Richtungskorrekturen sind auf dem Handlingkurs somit Programm. Einen ähnlichen Handlungsbedarf am Lenkrad fordert auch der neue Continental TS 830 P. Wenn sein hoher Griplevel letztlich doch abreißt, dann plötzlich - was entsprechend schnell vorgetragene Gegenbewegungen erfordert. Schnell ist dann allerdings auch die Rundenzeit: Der Conti übernimmt unangefochten die Führung.
Nicht auf der Höhe der Zeit
Der Kumho KW 27 und der Firestone Winterhawk 2 tummeln sich derweil mit deutlichem Abstand im sicheren Mittelfeld. Bezüglich der abgelegten Rundenzeiten rangieren beide auf identischem Niveau. Nur was den subjektiven Eindruck betrifft, klaffen der Winterhawk und der KW 27 deutlicher auseinander. Dem Koreaner fehlt es an Grip an der Vorderachse. Ob dies als Lapsus oder Kalkül zu werten ist, sei dahingestellt. Jedenfalls präsentiert sich der Kumho damit als sicher zu beherrschender Untersteurer. Der Firestone tut es ihm zunächst gleich. Stellt seinen Fahrer aber auch noch vor die herausfordernde Aufgabe, das lose Heck immer wieder einzufangen. Was das Fahrverhalten betrifft, kann der Japaner also keine Glanzlichter setzen. Ebenso wenig wie der Michelin. Dem Franzosen mangelt es auf winterlichem Geläuf an Biss. Ob längs- oder querdynamisch, der Pilot Alpin ist nicht wirklich auf der Höhe der Zeit. Der Nokian WR G2 kann es besser. Auch wenn der Finne bezüglich der Rundenzeit mehr am Ende des Feldes rangiert. Sein ehrliches und unkapriziöses Fahrverhalten im Grenzbereich kann jedenfalls durchweg gefallen.
Wir verlassen Schweden mit zwei überzeugenden Schneespezialisten - dem Continental Winter Contact TS 830 P und dem Goodyear Ultra Grip Performance 2, die beide Kopf an Kopf an der Spitze liegen.
Die Ergebnisse der Nässe-Disziplinen sowie die Tests auf trockener Straße lesen Sie in Teil 3 des Winterreifentests.



